Michael Wimmer
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Wimmer’s Kommentar

Michael Wimmer bezieht in seinen Kommentaren regelmäßig Stelllung zu den neuesten Entwicklungen in Kultur, Bildung und Politik.
Ergänzt werden diese durch eigene Begegnungen und Erlebnisse im Rahmen seiner Tätigkeit als Dozent, Autor und Berater.

227 Beiträge
10/04/2026

Kultur als Rettungsanker – Wenn die Technik den Fortschritt übernimmt

Ja, die Marketeers der NASA sind schon gut. Seit Tagen laufen auf allen Kanälen Bilder von Artemis II, eine Mondmission, die im Grunde das wiederholt, was bereit vor 50 Jahren gelungen ist. Da können sich die Chinesen noch etwas abschauen. Und doch tun die Berichte unserer angeschlagenen Seele gut, die gerade auf die Möglichkeit eines […]

09/04/2026

Mozart und das Fremde

Vieles spricht dafür, dass die Mozart-Forschung seit 1990 im Detail noch einmal große Erkenntnisfortschritte gemacht hat. Und doch bleibt der Versuch des deutschen Schriftstellers und Malers Wolfgang Hildesheimer, mit der Rekonstruktion des Lebens dem Werk Mozarts noch einmal näher zu kommen ein bis heute gültiges besonderes Leseerlebnis. Immerhin versucht der Autor, sich mit seinen Äußerungen […]

08/04/2026

Kunst – Wenn die Nutznießer den Wert bestimmen

Rund um die Kanonisierungsversuche dessen, was Otto Mühl als seine Kunst in die Öffentlichkeit gebracht hat, ist zuletzt ein heftiger Streit ausgebrochen. Da sind zum einen diejenigen, die Kunst von ihren Bestehensbedingungen zu abstrahieren versuchen, um selbst die Definitionsmacht über diese zu übernehmen. Wie sie entstanden ist, das ist ihnen im Grund völlig wurscht; was […]

26/03/2026

Wir lassen uns von den depperten Wienern aber schon garnichts dreinreden, sie sollen zahlen und eine Ruh geben – eine Erinnerung

Zum aktuellen Konflikt Schloss Ambras gegen KHM fällt mir noch eine Geschichte ein: Als langjähriger Leiter des Österreichischen Kultur-Service (ÖKS) war ich auch zuständig für eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen meiner Organisation und dem Tiroler Kulturservice. Unser beider Aufgabe war es, kulturelle Aktivitäten in Schulen zu befördern, vor allem Künstlerinnen einzuladen, Schulen zu besuchen. In einem […]

26/03/2026

Sandbichler gegen Fine, das ist Brutalität – Wenn einseitige Kulturberichterstattung Rassismus befördert

Seit Tagen beherrscht der Konflikt zwischen der Leiterin der Sammlungen Schloss Ambras in Innsbruck und dem Generaldirektor des KHM die Kulturberichterstattung. Die Parteinahme des ORF ist eindeutig. In langen Stellungnahmen darf sich Frau Sandbichler über einen angeblich “toxische Führungsstil” ihres Vorgesetzen ausbreiten, ihre Anwälte kommen zu Wort, weitere anonyme Wortmeldungen dürfen sich dazu verbreitern, wie […]

23/03/2026

Mühl als Lackmustest für den Kunstbetrieb – Selten lässt sich der Bedeutungswandel von Kunst so eindeutig erzählen wie im Fall Otto Mühl.

  Immerhin sind die meisten von uns künstlerisch sozialisiert entlang eines unaufhebbaren Werkcharakters von Kunst, das ausschließlich ihren Wert bestimmen würde. Der Ausdruck dafür findet sich ebenso am; Zahlen setzenden Kunstmarkt ebenso in traditionellen Sammlungen, die das Kunstobjekt als ein physisches Ereignis, in den Mittelpunkt rückt.   Eine solche Sicht ist aufs Engste mit der […]

19/03/2026

Herzliche Gratulation an Constanze Wimmer zur Bestellung als Rektorin des Mozarteums!

    Eigentlich ist ja dem Mozarteum zu gratulieren, wenn sie sich mit ihr für eine klug-fachkundige, neugierige, vorausschauende und die Menschen verbindende Führungspersönlichkeit entschieden hat. Und das in einer Zeit, in der sich das Haus, darüber hinaus der gesamt (Kunst-)universitätsbetrieb auf der Grundlage des bisher Erreichten vor der größten Herausforderung seit seinem Bestehen befindet. […]

19/03/2026

(Fast) alles über nichts – Über die zunehmende Orientierungslosigkeit der Mittelschicht

Zugegeben, der neue Bodo Kirchhoff “Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt” ( https://www.perlentaucher.de/buch/bodo-kirchhoff/nahaufnahmen-einer-frau-die-sich-entfernt.html ) hat bei der Kritik keine gute Nachrede. Irgendwie geschätzig, exotistisch und dazu ein wenig überzeugender Plot: Eine in die Jahre gekommene Frau, die ihrem Mann nach Mumbai nachreist. Sich dort in einen jüngeren Deutsch-Inder verliebt während sich der Mann mit einem […]

18/03/2026

Wenn Individualisierung Demokratie zerstört – und keiner merkt es

Ich höre es noch so wie heute: “Individualisierung” war das Schlagwort der Bildungspolitik der frühen 2000er Jahre. Die heute völlig aus der Öffentlichkeit verschwundene Claudia Schmied redete sich als Bildungs-, Kunst- und Kulturministerin den Mund fusslig, die je besonderen Potentiale der Schülerinnen zu entdecken, zu fördern und für die Entwicklung einer je eigenen Karriere nutzen […]

17/03/2026

Chancenbonus: Kulturelle Bildung jetzt, wann dann

Nichts könnte symptomatischer für den Zustand der österreichischen Bildungspolitik sein, als dass ausgerechnet ein führender Vertreter einer aus der ÖVP hervorgewgangenen wirtschaftsliberalen Partei sich gegen eine Schule zur Erzeugung und Vertiefung sozialer Ungleichheit ausspricht und dagegen gerichtete Maßnahmen vorschlägt. Wo sind die Zeiten, in denen es der SPÖ gelang, einen “Bildungsboom” auszulösen und damit vielen […]

16/03/2026

Gustave Courbet im Leopold-Museum: Eine Empfehlung, sich auszusetzen.

Zur Zeit zeigt das Leopold-Museum eine sehenswerte Ausstellung über das Gesamtwerk von Gustave Courbet ( https://www.leopoldmuseum.org/de/ausstellungen/150/gustave-courbet ). Was für eine Künstler-Existenz, der bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgreich versuchte, sich mit seinen individuellen Anspruchen den dominanten Schulen zu entziehen und suf sich selbst zu vertrauen. Neu war mir auch sein Engagement während der Pariser […]

11/03/2026

Kunst, Freiheit und Verrat demokratischer Errungenschaften durch eine liberale Elite

“Die depperten Politikerinnen, die glauben, alles besser zu wissen und damit einem genialen Künstler ihrer Rasenmäger-Mentalität auszusetzen”. Dieses Argument höre ich in diesen Tagen oft, wenn es um den Intendanten der Salzburger Festspiele geht. Als verteidigte Markus Hinterhäuser als der letzte Mohikaner einen unbedingten Freiheitsbegriff, den uns die Politik als Gesellschaft längst ausgetrieben hat. Und […]

10/03/2026

Aladin El-Mafaalani – Der Spezialist der Widersprüche als Kulturvermittler

Vorneweg: Der jüngst veröffentlichte Text “Misstrauenesgemeinschaften” des deutschen Bildungssoziologen Aladin El-Mafaalani ist kein großer Wurf, eher ein Abfallprodukt des Vorlesungsbetriebs. Und doch formuliert der Autor auch in dieser kleinen Schrift einen seiner produktiven Widersprüche,die zum Weiterdenken einladen. Seine These diesmal lautet, dass der Erfolg des Staates beim Versuch, zum Nutzen der Benachteiligten ein immer dichteres […]

06/03/2026

Wenn Künstler autoritäre Regime schmücken – Über die Reinwaschung von Gestern und die Sensibilisierung für das Heute

Mit der Veröffentlichung seiner Studie “Genie und Gewissen” im Auftrag der Familie hat der Historiker Michael Wolffsohn die Diskussion um Herbert von Karjans Verhältnis zum Unrechtsregime der Nastionalsozialismus wiederbelebt ( https://www.perlentaucher.de/buch/michael-wolffsohn/genie-und-gewissen.html ). Während Wolffsohn dem Dirigenten allenfalls Opportunismus vorwirft, um seine Karriere um jeden Preis voranzutreiben sind es andere Historikerinnen wie Oliver Rathkkolb, die ihm […]

05/03/2026

Der Philosoph Hanno Sauer im Literaturhaus Graz: Wenn der Satz “Das Sein bestimmt das Bewusstsein” noch immer stimmt

Erfreulich groß war das Interesse an Hanno Sauers Präsentation seines neuen Essays zu “Klasse -Die Entstehung von Oben und Unten” im Grazer Literaturhaus. Full House für eine bereits auf dem Müllhaufen der Geschichte gewähnte soziologische Kategorie, um sich und andere in der Gesellschaft zu verorten. Sauers innovativer Zugang liegt wohl darin, dass er im Gefolge […]

03/03/2026

Was bedeutet heute Klasse? Welcher Klasse gehöre ich an? Und warum?

Lesung und Diskussion mit Hanno Sauer Heute 19 Uhr im Literaturhaus Graz, Elisabethstrasse 30 Hanno Sauer, Professor für Philosophie in Utrecht hat jüngst eine Studie zum Thema “Klasse – Die Entstehung von Oben und Unten” herausgebracht, die er heute im Literaturhaus Graz vorstellt. Ich hab den Text auch als einen Verortungsversuch des Autors selbst gelesen: […]

01/03/2026

Jim Jarmusch “Father Mother Sister Brother” – Wenn ein Film versucht, die Wahrheit über Familie zu sagen

Sie sitzen hilflos da: So sag doch etwas, erzähl etwas. Lass ihn/sie doch das, was unser Miteinander ausmacht, die Liebe, die Freude und das Interesse spüren, das Familienmitglieder empfinden (sollen), wenn sie einander besuchen. Das möchte man den Protagonistinnen zurufen, die wir in Jim Jarmusch’ Film “Father Mother Sister Brother” beobachten. Nichts von dem passiert, […]

28/02/2026

Marina Abramovic – Wenn eine Künstlerin Menschen zu Akteurinnen macht.

Die letzten Tage der Abramović-Ausstellung im Künstlerhaus – gerade noch geschafft ( https://www.albertina.at/albertina-modern/ausstellungen/marina-abramovic/?gad_source=1&gad_campaignid=21027759114&gclid=EAIaIQobChMItJG9jpT8kgMVudhEBx2nygMzEAAYASAAEgLGx_D_BwE ) Zuerst fällt auf, dass ich als Besucher umringt bin von jungen Menschen. Ein Gutteil des Publikums ist unter 20 Jahre alt, nein keine Schülerinnen-Gruppen sondern interessierte Jugendliche allein, als Paar, in kleinen Gruppen, die bereit sind, sich mit einer Künstlerin aus […]

27/02/2026

Was wir von der russischen Kulturpolitik lernen können – Instrumentalisierung funktioniert. Und österreichische Künstlerinnen spielen mit

Das Thema Kunst und Politik haben wieder Konjunktur. Am Beispiel der jüngst zu Ende gegangenen Berlinale zeigt sich einmal mehr, wie schwer es den kulturpolitischen Akteurinnen fällt, beide Sphären hinlänglich voneinander zu trennen. Und doch anzuerkennen, dass es keine künstlerische Äusserung außerhalb eines politischen Kontextes gibt. Wenn dieser freilich lobbyistische Züge annimmt – wie im […]

25/02/2026

Ankündigung der Lehrveranstaltung “Kulturpolitik und Öffentlichkeit”

Ich freue mich, auch in diesem Sommer eine Lehrveranstaltung zum Thema “Kulturpolitik und Öffentlichkeit” an der Universität Graz am Institut für Geschichte ankündigen zu können: https://online.uni-graz.at/kfu_online/ee/ui/ca2/app/desktop/#/slc.tm.cp/student/courses/801287?$ctx=lang=de&$scrollTo=toc_overview )Für Beginn Freitag 6.3. um 11:45 in den Räumen des Instituts für Geschichte in der Attemsgasse. Für eine rege kulturpolitische Diskussion , für die ich gern die Grundlagen liefere. […]

23/02/2026

Wenn sich Kunst über Politik stellt – Ein Missverständnis, mehr: eine Selbstbeschädigung

Auch im österreichischen Parlament wurde immer wieder Kunst debattiert, zumeist in negativer bis ablehnender Weise: Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, die Aktionisten, Kunst im öffentlichen Raum; der Tenor: diese Kunst wäre abstoßend, würde Österreich diffamieren, wäre gar keine Kunst. Und zum Besten der Bevölkerung gleich ganz zu verbieten. Diese Zuschreibungen wurden aus liberaler Sicht zurecht als […]

20/02/2026

Kunst, Kultur und Demokratie – Über das große Äpfel- und Birnen-Spiel

Im empfehlenswerten Podcast “Bühneneingang – Kultur von innen” hat zuletzt Anke Schad-Spindler in der 81sten Ausgabe ein kluges Resumé über das erste Jahr der Kulturpolitik unter Vizekanzler und Kunst- bzw. Kulturminister Andreas Babler gezogen: https://buehneneingang.simplecast.com/ Sie vermisst darin u.a. die Einlösung des Demokratie-Versprechens mithilfe von einschlägigen Maßnahmen in seiner Ressortzuständigkeit, das Babler bereits im Vorfeld […]

18/02/2026

G. W. Papst und Herbert von Karajan – Über Künstlersein vor, im und nach dem Nationalsozialismus

Gerade ist eine neue Karajan-Biographie des jüdisch-deutschen Historikers Michael Wolffsohn erschienen ( https://www.sueddeutsche.de/kultur/herbert-von-karajan-dirigent-nsdap-mitgliedschaft-li.3386612?reduced=true ). In “Genie und Gewissen” konzediert der Autor -im Gegensatz zur aktuellen Forschung – dem Dirigenten zwar gnadenlosen Opportunismus, um seine Kunst leben zu können. Mit dem Nationalsozialismus habe das Parteimitglied hingegen nichts am Hut gehabt. Es trifft sich, dass ich gerade […]

18/02/2026

Ausziehen oder Draussen Bleiben – von wegen Noble Begierden

Sehr positiv besprochen wurde zuletzt die Sonderausstellung im Palais Liechtenstein “Noble Begierden – Die Geschichte des europäischen Kunstmarkts” ( https://www.derstandard.at/story/3000000307225/neue-ausstellung-belegt-kunst-braucht-kommerz ). Gern hätte ich mir die Ausstellung angesehen. Leider bin ich an den Zugangsbestimmungen gescheitert. Bekleidet mit einer Lederjacke wurde mir der Zutritt verwehrt. Ich müsse diese laut Hausordnung an der Garderobe abgeben und meine […]

17/02/2026

Anklage gegen Jacques Lang – Der Selbstfaller eines kulturpolitischen Denkmals

In Frankreich agiert Rachida Dati seit Beginn 2024 als Kulturministerin. Als schillernde Aufsteigerinnen-Figur unterstützte sie die Karriere von Nicolas Sarkozy und war dann selbst in wichtigen politischen Funktionen, u.a. als Justizministerin in der Regierung François Fillon tätig. Zur Zeit durchläuft sie eine Reihe von Justizverfahren wegen Korruption, Einflussnahme und Untreue. Es kam zu Haus- und […]

16/02/2026

Ja, es ist ein Kreuz mit der Kirche – Rainer im Dom

Der Dompfarrer Toni Faber will es so. Und der Unternehmer und Sammler Werner Trenker zieht großen Nutzen daraus. Also hängen seit ein paar Tagen 77 Kreuze gegen den erklärten Willen des Schöpfers Arnulf Rainer in der Wiener Stephanskirche. Morgen gibt sich der Bundeskanzler persönlich die Ehre, die “Ausstellung” zu eröffnen. Aus dieser Kunst-Inszenierung lässt sich […]

13/02/2026

Unbildung ist Macht: Bildungs- und Wissenschaftsfeindlichkeit als politische Ressource

Zu Beginn eines Buches über “Das Ende des Gemeinwohls” erzählt Michael Sandel, wie sich wohlhabende US-amerikanische Familien mit zum Teil unglaublich viel Geld und noch mehr Tricks den Zugang zu den IVY-Leagues-Universitäten kaufen. Er zeigt damit die strukturellen Nachteile einer meritokratisch verfassten Gesellschaft, in der Bildungszertifikate (als Währung für Kulturelles Kapital) übe die Stellung in […]

11/02/2026

Der Erwerb von Sprachen und der Kulturbruch in der digitäen Ära

3 oder 2 Wochenstunden Latein, das ist für manche Menschen grad eine wichtige Frage. Viel wichtiger aber erscheint mir die Frage, wie Schule, ja wie Gesellschaft als Ganzes künftig mit sprachlicher Verständigung umgehen wird bzw. warum die Vielfalt Sprachen überhaupt noch gelernt werden soll. Fast alles spricht dafür, dass die Herkunft aus einer (falschen) Sprache […]

08/02/2026

Jetzt kriegen Künstlerinnen auch noch Geld nachgeworfen

Vor ein paar Tagen ist im Standard ein Bericht von Viktoria Kirner erschienen, in dem sie über ein Pilotprojekt in Irland berichtet, bei dem 2000 Musikerinnen per Losentscheid mit einem voraussetzungslosen Grundeinkommen ausgestattet werden. Ich lese diesen Beitrag vor dem Hintergrund Michael Sandels Kritik der Verdienstgesellschaft (Meritokratie), wonach seine in Geldwert ausdrückbare Leistung darüber entscheidet, […]

05/02/2026

Die Farce um das Unterrichtsfach Latein und die humanistische Borniertheit

In Österreich besuchen rund 20% einer Alterskohorte eine Höhere Schule. Die verfügbaren Statistiken weisen aus, dass im ausdifferenzierten Höheren Schulangebot rund die Hälfte der Schülerinnen das Unterrichtsfach Latein besuchen, dass wären dann rund 10% der jungen Menschen. Mit der Ankündigung des amtierenden Unterrichtsministers, das Latein-Angebot zugunsten lebensnaher Kompetenzvermittlung moderat zu kürzen, erhebt sich jetzt beiter […]

30/01/2026

Dürfen die denn das überhaupt? – Cherien Dabisdas und ihr Film “Im Schatten des Orangenbaums” ( https://www.youtube.com/watch?v=75v4jEERoHQ )

  Erst wenn man die meisten Kritiken zum Film von Cherien Dabisdas “Im Schatten des Orangenbaums” gelesen hat, von welch einseitigem Bias das öffentliche Gespräch über das ebenso erzwungene wie misslingende Zusammenleben von Israelis und Palästinensern hierorts geprägt wird. Sie sprechen von einem bitteren, einseitigen Film, der die Untaten der israelischen Besatzung grell beleuchtet und […]

29/01/2026

Musik kann garnichts. Ausser Musik sein.

Ich geb zu, dass ich diversen advocacy studies gegenüber immer etwas skeptisch war, die suggerieren wollten, Musik mache irgendwie besser, klüger, schlauer, empathischer als….ja, als was. Schnell zur Stelle waren da die musikaffinen Gehirnforscher Marke Hüther, die in teuren Selbstbestätigungsprogrammen einer tendentiell marginalisierten Gruppe den Bauch gepinselt haben, dass ihre musikalische Begabung sie gegenüber allen […]

24/01/2026

Es gibt keinen gesellschaftlichen Grund für Kunst (mehr) – Als Anspruch ist sie nur um gemeinsamen Wollen von Produzentinnen u n d Rezipientinnen zu retten

Wenn die Rolle der Kunst in der Moderne darin bestand, als kritisches Medium zur Vermittlung von Geschichtphilosophie an der Spitze des Fortschritts zu stehen (und damit in äußerster Spannung zur Kultur), so ist diese heute weitgehend obsolet geworden. Nach dem “Ende der Geschichte” in Gestalt der liberalen Demokratie hat sich diese Aufgabe erledigt. Und so […]

24/01/2026

Austria First oder Avusturya ilk – Hier wird (nur) Deutsch gesprochen, von wegen

Zur Erinnerung: 2023 forderte die FPÖ Einsprachigkeit in Deutsch. Auch in den Pausen sollten Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, sich ausschließlich in deutscher Sprache verständigen ( https://www.fpoe-stmk.at/blog/detail/an-steirischen-schulen-spricht-man-deutsch-auch-in-den-pausen ). Als politischer Beobachter könnte man meinen, dass der Freiheitlichen Partei die Identifikation mit der deutschen Sprache ein ganz besonderes Anliegen ist. In diesen Tagen wird breit […]

22/01/2026

Über Erinnern und der Illusion von Identität – Gedanken zu Abschied(e) von Julian Barnes

In diesen Tagen erscheint – breit beworben – das letzte Buch Julian Barnes “Abschied(e)”. Die zahlreichen Buchbesprechungen berichten allesamt davon, dass beim 80jährigen Barnes eine seltene Form von Rückenmarkskrebs diagnostiziert worden ist. Die Erkrankung sei zwar nicht unmittelbar totbringend, habe den Autor aber dazu bewogen, rund um diesen Befund ein Buch der Abschiede, seinen eigenen […]

20/01/2026

Kultur ist keine Kunst – Eine Erinnerung an Rudolf Burger

“An einem Philosophen ist es eine Nichtswürdigkeit, zu sagen, das Gute und dasSchöne sind Eins. Fügt er gar noch hinzu: und das Wahre!, so soll man ihn prügeln. Die Wahrheit ist hässlich” (Friedrich Nietzsche) Immer wieder kehre ich in Gedanken zu Rudolf Burgers Rektoratsrede von 1995 “Kultur ist keine Kunst” zurück ( https://www.jstor.org/stable/23984028 ). Mit […]

19/01/2026

Über die Eindeutigkeit von Politik – Und der Vieldeutigkeit von Kunst

Zuletzt hat Stefan Grissemann im profil nochmals über das breeindruckende politische Engagement einer Reihe von iranischen Künstlerinnen hingewiesen ( https://www.profil.at/…/kunst-diktatur-kultur…/403121969 ). Er wollte damit den Beweis der politischen Wirksamkeit künstlerischen Tuns antreten – Damit aber nimmt er möglicherweise in bester Absicht der Kunst genau das, was nur sie vermag. Künstlerinnen wie Taraneh Alidosti, Mohammed Rasoulof […]

16/01/2026

“When Art Is Not Working But Active” – Was aus Franklin Roosevelts kulturpolitischem Konzept zu lernen ist

  Seit rund 40 Jahren verfolgt die Sozialdemokratie die Strategie des “Kleineren Übels”. Und ist seit dem kometenhaften Aufstieg Jörg Haiders auch kulturpolitisch immer inhaltsleerer geworden. Und so ist aus einer Partei mit dem Anspruch zur Alleinregierung eine Verteidigungstruppe ehemaliger Aufsteigerinnen geworden, die gerade noch rund 18% der Wählerstimmen auf sich vereint.   Weitgehend undiskutiert […]

15/01/2026

Kunst zwischen Einheit und Vielheit – Nachdenken über einen “vernünftigen Pluralismus” entlang von Jürgen Goldstein

  Während über die Welt ganz praktisch-politisch gerade von einer Welle der erzwungenen Vereinheitlichung überrollt wird, machen sich Theoretiker daran, noch einmal das Loblied eines “vernünftigen Pluralismus” anzustimmen.   So auch der Koblenzer Philosoph Jürgen Goldstein, der in seinem Essay durch die Geschichte seiner Zunft führt, die er als immer wieder erneuerten Kampf zwischen Einheit […]

13/01/2026

Oben und unten – Der Kampf um Distinktionsgewinne findet statt, in jeder Gesellschaftsform

Autorinnen sind auch nur Menschen. Manche von ihnen vermögen, beeindruckende Romane zu schreiben. Um doch immer mehr ins rechtsautoritäre Lager zu driften. Zu groß offenbar der Wunsch, die eigene Irrationalität nicht nur künstlerisch auszuleben. Uwe Tellkamp ist so einer, der 2008 mit dem Romen “Der Turm” ( https://www.perlentaucher.de/buch/uwe-tellkamp/der-turm.html) einen exemplarischen Versuch unternommen hat,die letzten Jahre […]

10/01/2026

Damit wir es in diesen Tagen nicht vergessen: Es ist der soziale Kontext, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Es ist schon eine Weile her, dass ich einen Vortrag des deutschen Migrations- und Bildungssoziologen Aladin El-Mafaalani gehört habe. Er erzählte u.a. von einem Stammtisch, um den sich diejenigen, die meinen, etwas in der Gesellschaft zu sagen zu haben, versammeln und ihr Selbstverständnis pflegen. Mit halbem Augenzwinkern darf da schon einmal abfällig über Frauen, Behinderte, […]

08/01/2026

Kunst kann garnichts – und gerade darum ist sie lebensentscheidend.

Es muss wohl einer meiner ersten Besuche als junger Mann in Paris gewesen sein. Im Louvre schlenderte ich die Gemäldegalerien entlang. Und dann traf mich der Blick des Johannes des Täufers von Leonardo da Vinci. Und mir war, als blickte mir diese gemalte Gestalt bis ganz in mein Innerstes, als sähe sie all meine Schwächen, […]

07/01/2026

Sprengen und Wieder-Errichten – Weil der politische Kontext über den gesellschaften Nutzen bestimmt.

Ein lieber Freund hat mir gerade davon erzählt, dass es Bestrebungen gibt, die vom Bürgerkrieg beschädigte und seither leer stehende Oper in Damaskus wieder in Betrieb zu nehmen. Zugleich erfahren wir von der feierlichen Wiedereröffnung des Theaters in Mariopol durch die russische Verwaltung, ein Haus, der zuletzt als Schutzraum für die kriegsbedrohte Zivilbevölkerung genutzt wurde […]

06/01/2026

Das Ende der Kulturpolitik als Verwaltungsakt

Entgegen der grassierenden Jetzt-Vergessenheit hilft mir, draufkommen zu wollen, warum sich die aktuelle kultur-politische Diskussion als so leer erweist, mehr, warum ihr die gesellschaftspolitische Dimension weitgehend abhanden gekommen erscheint. In meiner Rückschau bin ich auf die ersten Kunstberichte des Unterrichtsressorts ab 1970/71 gestoßen, die geprägt waren vom kulturpolitischen Willen, der Österreich beherrschenden Dominanz eines konservativen […]

05/01/2026

“Die Musik verbindet mit der ganzen Welt!”

Diese Rückmeldung zu meiner Neujahrs-Konzert-Polemik ist mir besonders hängen geblieben. Ich kann die Hoffnung nur zu gut nachvollziehen, in all den Widrigkeiten, die zur Zeit die Welt beherrschen, muss es doch zumindest ein Medium geben, das uns alle irgendwie zusammenhält. Und die Welt zu einem besseren Ort macht. Und wenn schon der Herrgott nicht für […]

03/01/2026

Da hab ich etwas falsch gemacht – Und doch….

Ich geb zu, dass mich kaum eine Lektüre zuletzt so erschüttert hat wie Hanno Sauers “Klasse -Die Entstehung von Oben und Unten” ( https://www.perlentaucher.de/buch/hanno-sauer/klasse.html ). Da ist zum Einen sein Befund, wie schwer, ja unmöglich es ist, zumal im Rahmen demokratischer Verfassungen, dem Trend wachsener sozialer Ungleichheit realpolitischentgegen zu wirken oder gar umzurehen. Und da […]

31/12/2025

“Die Kommune der Faschisten” von Kersten Knipp oder Warum die Identitäten keine Probleme haben, sich die Ästhetisierung der Lebensverhältnisse der außerparlamentarischen Opposition von 68 anzueignen.

Ich geb zu, mit der Lektüre der “Kommune der Faschisten” hab ich Neuland betreten. Gegenstand der Überlegungen des Romanisten Knipp ist ein immerhin eineinhalb Jahre währendes Sozialexperiment im Fiume unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Während sich die (tief frustrierte) italienische Rechte – entgegen den Verträgen von Saint-Germain – für eine Integration Fiumes und darüber hinaus […]

29/12/2025

Wo heute die Musik spielt – Einüben in das musikalische Universum von Moor Mother

Selten hat mich ein musikalischer Beitrag so beeindruckt wie die letzte Diagonal-Sendung auf Ö1. Peter Waldenberger und Thomas Mießgang führen darin in die Welt der Moor Mother (Camae Ayewa) ein, einer afroamerikanischen Musikerin/Aktivistin/Poetin aus Philadelphia, die – jedenfalls für mich – die ganze Vielfalt zeitgenössicher Musik revolutioniert. Und ja, ich gebs zu: Ich hab mich […]

27/12/2025

Erleben wir gerade das Ende der männlichen Ära? – Gedanken zu Lebensproduktion und Erwerbsarbeit

Es war Oscar Hertwig, der 1876 unter dem Mikroskop nachgewiesen hat, dass sich der männliche Samen mit der weiblichen Eizelle verbindet, um neues Leben entstehen zu lassen. Davor überwog die Ansicht, der männliche Samen allein sei der alleinige Überbringer von Leben, der die Frau auschliesslich dafür nutze, dem Träger in der geschützten Umgebung ihre Körpers […]

23/12/2025

Gated Communities – Kulturformen selektiver Vergemeinschaftung statt einer offenen Gesellschaft.

Eine liebe Freundin ist gerade aus den Vereinigten Staaten zurückgekommen: “Ich kann nur hoffen, dass das nicht auf Europa überschwappt”, meinte sie in einer ersten Erinnerung. Den Leuten ginge es immer schlechter, viele könnten sich Mieten und Lebensmittel kaum mehr leisten; das Land, das sie bereist hat, sei weitgehend zusammengebrochen, Brachen und Ruinen würden sich […]

22/12/2025

Die Freundin wirds schon richten – Zur Bestellung von Sonja Hammerschmid zur Geschäftsführerin der Bundestheater-Holding

Die Bundestheater bekommen also eine neue Chefin. Nach zehnjähriger Tätigkeit beendet Christian Kircher seine Funktion und macht erstmals einer Frau Platz. Die die ehemalige SPÖ-Bildungsministerin und Rektorin der Veteriänrmedizinischen Universität Sonja Hammerschmid wird den Job übernehmen. Es lohnt, einen Blick in die Pressekonferenz zu werfen: Ja, wunderbar, liebe Sonja, und danke, Du, lieber Vizekanzler, Du […]

21/12/2025

Wir sitzen alle in einem Boot: Die Botschaft der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen im Kulturbereich.

Mit guten Gründen bedauert die IG Kultur ( https://igkultur.at/politik/soziale-verschlechterung-besiegelt-ams-zuverdienstverbot-ab-112026?fbclid=IwY2xjawO0sYJleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBSejBSNTV6T3lkSG1NMlZxc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHqM-GdXSj0MWORDp9D0SexH4iJ1UDvJD_Aij71uoEQcNc7RTTE3YAJeN5K4E_aem_66dlBwimhTYeZ7Xu-Dkptw ), dass im Zuge der Novellierung des Arbeitslosenrechts die besonderen Arbeitsbedingungen von Kulturarbeiterinnen nicht mehe berücksichtigt werden. Wie alle anderen Arbeitslosen werden in Zukunft auch bei ihnen die Zuverdienstregeln bei Arbeitslosigkeit beschränkt. Die Konsequenzen tragen vor allem im Freien Bereich Tätige, die auf Grund der knappen […]

19/12/2025

Theater am Ende: “Ein deutsches Leben” von Christopher Hampton in der Josefstadt

Vorab muss ich anmerken, dass ich noch immer sehr unter dem Eindruck von Claud Lanzmanns Film “Shoah” stehe, in dem es ihm – jedenfalls für mich – gelingt, das, was am Menschen unmenschlich ist, auf unmittelbar sinnlich-ästhetische Weise erfahrbar zu machen. Das ist unerträglich. Und setzt doch Maßstäbe in der (ästhetisch überhöhten) Darstellbarkeit dessen, was […]

15/12/2025

Ja, das Leben ist endlich – Zum Tod Paul Collards

Gern hätte ich ihm eine Weihnachtskarte geschickt. Um beim Suchen seiner Adresse auf seinen Tod zu stoßen. Paul Collard, langjähriger Leiter des Programms Creativity, Culture and Education, war eine der motivierendsten Persönlichkeiten, die mir begegnet ist. In zahlreichen internationalen Veranstaltaltungen haben wir uns über die Möglichkeiten von “Arts Education” als Medium der Schulentwicklung ausgetauscht. Seine […]

12/12/2025

Die Linke und der Mangel an Zukunftsperspektiven: Hannah Arendt und ihr Entwurf einer “Vita activa” gibt zu denken.

Eine der bittersten Erkenntnisse des aktuellen politischen Backlash ist für mich der Verlust der kulturellen Hegemonie der demokratischen Kräfte. Während sich die Rechten darin überbieten, ihrer wachsenden Klientel eine “bessere Welt” zu versprechen, erschöpfen sich die Linken in der Analyse von Fehlentwicklungen samt Versprechen, dass es schon nicht ganz so schlimm werden wird.   Ein […]

31/07/2025

Kann es sein, dass in Gaza gerade Europa zerstört wird?

So geht Hegemonie: Selten hat mich ein Thema so verzweifelt schweigsam gemacht wie der desaströse israelisch-palästinensische Konflikt, der jede auch nur halbwegs gesicherte Haltung zerstört. Da ist zum einen ein dominanter Akteur in Gestalt der israelischen Regierung, die sich jede Kritik mit der Keule des Antisemitismus verbietet, Und da sind zum anderen die Bilder einer […]

15/05/2025

Kürzungen im Filmbereich oder Die anhaltende Gewalt der kulturpolitischen Reaktion

  Der Film gehört zweifellos zu den wichtigsten kulturellen Ausdrucksformen des 20. Jahrhunderts. Keinem anderen Medium ist es gelungen, so breite Teile der Bevölkerung aus ganz unterschiedlichen sozialen Gruppen anzusprechen, um so das kulturelle Verhalten samt ästhetischer Vorlieben nachhaltig zu prägen.   Staatliche Kulturpolitik hat diesen Umstand über all die Jahre weitgehend negiert und das […]

15/05/2025

Die Nulllinie von Szczepan Twardoch oder Wie hältst Du es mit dem Krieg?

Einmal mehr erklärt eine “Allianz der Willigen” ihre unbedingte Solidarität mit der Ukraine im Kampf gegen den skrupellosen russischen Aggressor. Und auch im gepflegten Gespräch irgendwo in Mitteleuropa vertiefen sich die Gräben zwischen denen, die sich für eine unbedingte Fortsetzung der Kampfhandlungen aussprechen und denen, die als Putinsche Vasallen gebrandmarkt werden. Und dann nehme ich […]

28/04/2025

Ich gehör eh dazu: Erste Interviews mit Kulturminister Andreas Babler

  Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie überkommen sich weite Teile des Kulturjournalismus gerieren, dann braucht man nur die aktuellen Interviews mit Andreas Babler lesen:   In Verhörform soll der neue Kulturminister darüber Auskunft geben, was für ein kulturelles Konsumverhalten er pflegt, welche Künnstler*innen er kennt und welche er schätzt.   Offenbar ist […]

15/03/2025

Kunst und Kultur am Ende – Was das Regierungsübereinkommen kulturpolitisch erzählt

“Jetzt das Richtige tun. Für Österreich” lautet der Titel des Regierungsprogramms der neuen Ampelkoalition. In dem Papier findet sich auch ein Kapitel “Kunst und Kultur”, in dem von den Koalitionär*innen insgesamt 19 kulturpolitische Absichten bzw. Maßnahmen zusammengeführt werden. Ganz unterschiedlich konkret verweisen sie zum Teil auf bereits laufende Aktivititäten, zum Teil beziehen sie sich auf […]

17/01/2025

Was wir von einer FPÖ-geführten Kulturpolitik erwarten können.

Die FPÖ war zweifellos die treibende kulturpolitische Kraft der letzten Jahre. Vor allem mit ihren sprach-, bildungs-, migrations-, medien- oder sozialpolitischen Positionen hat diese rechtsextreme Partei das kulturelle Klima in Richtung, Entzivilisierung, Entsolidarisierung und Reprovinzialisierung nachhaltig verändert. Noch finden sich in ihren Reihen keine profunden Akteur*innen des Kulturbetriebs; ihr Verhältnis zu Künstler*innen ist vor allem […]

16/01/2025

“Der Verlust – ein Grundproblem der Moderne” von Andreas Reckwitz – ein akademischer Immunisierungsversuch

Ich war überrascht, dass ich zuletzt von einer Reihe von Freund*innen auf Reckwitz’ jüngste Veröffentlichung angesprochen wurde; es handle sich um das “Buch der Stunde”, um nicht mehr oder weniger als um einen gelungenen Welterklärungsversuch in schwieriger Zeit. Also hab auch ich mich dran gemacht. Und mich im ersten Teil durch eine höchst akademische Analyse […]

16/01/2025

Petra Schaper Rinkel post portam der Angewandten – Das Ende eines Fehltritts

Facebook Freundinnen haben recht gemeit habem, dass es Schaper Rinkel bald nicht mehr als Rektorin der Angewandten geben würde. Jetzt ist sie grad noch rechtzeitig zurückgetreten. Sie hinterlässt einen Scherbenhaufen. Intern. Aber auch in Form eines umfassenden Imageschadens für eine Kunstuniversität, die die erste weibliche Spitze in ihrer Geschichte bereits nach 15 Monaten wieder heimgeschickt […]

20/12/2024

Musical in Wien

Was schrieben Musikkritikerinnen, würde in Wien eine neue Opern- oder Theaterbühne eröffnet? Wird eine neue Musicalbühne geplant, dann ist offenbar Feuer am Dach. Und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, hier würde nochmals ein Kulturkampf der 1950er Jahre in Szene gesetzt, in dem gute Kunst gegen schlechte, weil die einfachen Leute unterhaltende antritt. Also […]

03/12/2024

Zur Lektüre von “Wut und Wertung” von Johannes Franzen

Über Geschmack lässt sich trefflich streiten, und so auch über das Buch des deutschen Literaturhistorikers Johannes Franzen “Wut und Wertung – Warum wir über Geschmack streiten” ( https://www.perlentaucher.de/buch/johannes-franzen/wut-und-wertung.html ). Nach der Lektüre dieser aktuellen Diagnose des Verhältnisses von Menschen zu Kunst bin ich mir ja nicht mehr so sicher, ob wir noch adäquat in der […]

26/11/2024

Der Berliner Kulturhaushalt zwischen Sparen und Zerstören

Fast jeden Tag erreichen uns neue Nachrichten über Kürzungsabsichten im Budget von Berlin. Und was das für den Kulturbetrieb bedeuten könnte: https://www.sueddeutsche.de/kultur/berlin-kultur-etat-haushalt-joe-chialo-theater-oper-lux.4bMQQjmcTegRQq5SiDDqr5?reduced=true Noch appeliert der amtierende Kultursenator Jóe Chialo an die Szene, Einsparungen in der Höhe von rund 10% solidarisch zu tragen. Und doch zeichnen sich schon jetzt Schwerpunktsetzungen ab, die auf eine Retraditionalisierung der […]

26/11/2024

KinderKunstLabor in St. Pölten

KinderKunstLabor in St. Pölten ( https://www.kinderkunstlabor.at/de ) – Ein in schöne Architektur und Programm gegossener Widerspruch Also sass ich auf den engen Stufen, die als Sitzplätze für Eltern vorgesehen sind, um ihre Kinder bei der kreativen Arbeit zu beobachten. Mitten im neu errichteten KinderKunstLabor, ein architektonisch beeindruckendes Monument staatlicher Zuwendung an Kinder, die hier untr […]

10/11/2024

Vom Ende des bürgerlichen Zeitalters. Und warum wir uns bereits mitten in einer neuen Revolution befinden.

  “Warum” hat vor ein paar Tagen ein Freund gepostet, um damit wohl seiner Ratlosigkeit angesichts des politischen Erdbebens, das sich gerade weltweit erreignet, Ausdruck gegeben. Und wähnt sich mehr denn je auf der “richtigen Seite”, um doch verdattert wahrnehmen zu müssen, dass immer mehr Menschen seine Weltsicht nicht teilen und nicht mehr bereit sind, […]

01/11/2024

Drei Filme, ein Thema: Das Recht auf ein selbstgewähltes Ende

In früheren Gesellschaften, so lerne ich, wurden die Alten schon mal umgenbracht, wenn sie nicht mehr in der Lage waren, sich noch produktiv am Gemeinschaftsleben zu beteiligen. Ihren äußersten Ausdruck hat dieser Wille zur Jugend in den dikdatorischen Regimen des 20. Jahrhunderts gefunden, dem Millionen ältere (zusammen mit anderen “unbrauchbaren” und “ungewollten”) Menschen zum Opfer […]

29/10/2024

Das Versagen der Bildungspolitik und das Alibi des Einzelfalls

  Aus meinen langjährigen Begegnungen mit Vertreter*innen des Bildungsministeriums ist mir noch die Taktik “Wir tun ja eh…” nur zu gut in Erinnerung.   Wann immer ein strukturelles Problem auftauchte, bestand die Antwort darin, eine Einzelmaßnahme für ein paar Betroffene zu setzen. Und so wurden schon einmal 20 Lehrer*innen zu einer Fortbildung zur Umsetzung des […]

22/10/2024

Die Amtsführung der Rektorin der Angewandten Petra Schaper Rinkel in der öffentlichen Diskussion

Schaper Rinkel I   Ganz offensichtlich hat der Universitätsrat der Angewandten seiner Rektorin Petra Schaper Rinkel in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag gegeben, endlich die Öffentlichkeit zu suchen. Nachdem die Strategie, sich einzubunkern, die wachsenden Konflikte einfach durchzutauchen und im Notfall mit Falschaussagen über die Runden zu kommen, folgt jetzt der Versuch einer offensiven Vorwärtsstrategie, […]

14/10/2024

Undemokratische Emotionen – Ein Spiegel aus Israel

  Als Nichtjude ist es gefährlich geworden, sich zum Nahostkonflikt zu äußern. Die Zensur der veröffentlichten Meinung hat gegriffen: Überall lauert die Antisemitismus-Keule, die jeden Versuch einer differenzierten politischen Analyse der ungleichen politischen Verhältnisse zwischen Israel und seinen Nachbarn im Keim erstickt.   Und so auch an dieser Stelle das Bekenntnis, dass eine einseitige postkoloniale […]

05/10/2024

Es gibt einen Epochenbruch….und die Kulturpolitik hat es nicht einmal bemerkt.

  Heute beschwert sich der Kulturkritiker Wilhelm Sinkovicz in der Presse über einen Opernbetrieb, der seinen zentralen Auftrag verraten würde, “den Kern des traditionellen Repertoires über die Jahre hin zu präsentieren”. Das bürgerliche Stamm-Publikum, das die Oper als Rückversicherungsanstalt begreift, würde diese Fehlentwicklung mit Buhrufen beantworten.   Und gibt damit zu erkennen, dass er nicht […]

04/10/2024

Kulturpolitik – ein Pyrrhus-Sieg derer, die gern im eigenen Saft braten

  Vor wenigen Tagen ist der Kunst- und Kulturbericht des Bundes veröffentlicht worden. Und er liest sich wie eine einzige Erfolgsgeschichte. Andrea Mayer hat mehr Geld für die Szene herausgeschlagen, erste Fair-Pay-Massnahmen wurden realisiert, eine Vertrauensstelle für Betroffene von Gewalt & Belästigung installiert und – sie hat einen neuen erweiterten Platz für das Haus der […]

01/10/2024

Österreich und die Eiterbeule

Es muss irgendwann in den 1980er Jahren gewesen sein. In einem Gespräch mit dem langjährigen Parlamentarier und Club-Obmann der SPÖ meinte Josef Cap – damals der Held mit den drei Fragen gegen das Establishment- nach den ersten Erfolgsgeschichten der FPÖ, die Eiterbeule sei noch nicht reif, um sie anzustechen. Jetzt, 40 Jahre danach ist sie […]

26/09/2024

Das Wiener Volkstheater – Politik als Event

  Viele kulturpolitisch Interessierte klagen seit Jahren, dass Kunst ihre politische Wirksamkeit verloren habe. Zum Event verkommen würde ausschließlich der Markt über ihren einzig verbliebenen (Geld-) Wert bestimmen; während sie an gesellschaftlichen Einfluss bis zur Bedeutungslkosigkeit verloren habe. Und dann das: Kay Voges und seine Mitstreiter*innen verbinden sich zur Punk-Truppe “The Hitlers” und verzerren wenige […]

25/09/2024

Kunst- und Kulturbericht 2023 veröffentlicht

  Gerade noch rechtzeitig vor den Wahlen ist der Kunst- und Kulturbericht für 2023 veröffentlicht worden. Mehr Geld, viel mehr Geld, das ist die zentrale Botschaft.   Dazu die Erhöhung der Basisabgeltung für die großen Kulturbetriebe, ein Literaturschwerpunkt, neue Wirtschaftsförderung im Bereich des Films (ÖFI+) und die Verortung des Hauses der Geschichte im Wiener Museumsquartier […]

24/09/2024

Wahlvorbereitung – Chronik der laufenden Engleisungen von Thomas Köck

  Nein, sich durch Thomas Köck’s Tagebuch zu den laufenden Ereignissen des letzten Jahres durchzuarbeiten, war nicht einfach ( https://www.suhrkamp.de/…/thomas-koeck-chronik-der… ). Er selbst schreibt ein paar Mal: “Ich kann nicht mehr”. Und auch ich wollte den Text immer wieder weglegen, weil – geht es nach Köck – nichts dafür spricht, angesichts seiner Interpretation der laufenden […]

16/09/2024

Der letzte kulturpolitische Romantiker: Rudolf Scholten

In seinem Pocast “Bühneneingang – Kultur von innen” ( https://www.podcast.de/episode/642432370/08-im-maschinenraum-der-kulturpolitik-mit-rudolf-scholten ) hatte Fabian Burstein zuletzt den Kunstminister Rudolf Scholten der 1990er Jahre zu Gast. Ebenso einnehmend wie aus der Zeit gefallen gab Scholten Einblick in sein kulturpolitisches Selbstverständnis. Dabei relativierte er all die betriebswirtschaftlichen Hoffnungen, die seither drauf abstellen, mittels transparenter Verfahren, quantifizierbarer Kennzahlen, vertraglicher […]

28/08/2024

Adam und Eva von Stephen Greenblatt – Was wir über die Menschwerdung nicht nur aus christlicher Sicht wissen sollten.

  Es gibt besondere Glückserlebnisse bei der Lektüre. Ein solches ermöglicht der britische Shakespeare-Forscher Stephen Greenblatt, der sich in dem Essay auf die Suche nach Bezügen zur Erzählung von Adam und Eva quer durch die (westliche) Kulturgeschichte gemacht hat: https://www.perlentaucher.de/buch/stephen-greenblatt/die-geschichte-von-adam-und-eva.html   Mir war davor nicht bewußt, welch eminenten Einfluss die Story vom Leben und der […]

22/08/2024

“Empowerment Kultur” von Fabian Burstein – Über einen, der es immer wieder probiert.

Empowerment Kultur – Über einen, der es immer wieder probiert. Kulturpolitik wird auch in diesem Wahlkampf der demokratisch verpflichteten Parteien keine größere Rolle spielen. Wieder einmal bleibt es den nationalistisch-autoritären Kräften vorbehalten, Kultur als wirksamen gesellschaftspolitischen Faktor zu verhandeln, der alle relevanten Politikfelder umfasst (Das Ergebnis kann man aktuell im Nachbarland Slowakei studieren: https://on.orf.at/video/14238441/15700280/slowakei-proteste-gegen-kulturpolitik-zib-700-vom-14082024). Umso […]

14/08/2024

Slowakische Kulturpolitik – Von wegen: Kunst weist den Weg in die Freiheit

  Gestern haben zehntausende Slowakinnen gegen die Kulturpolitik der nationalistischen Kulturministerin Martina Šimkovičová im Nachbarland Slowakei demonstiert. Sie hatte zuvor das leitende Personal der dortigen Kultureinrichtungen wegen seiner liberalen Einstellung ausgewechselt. Damit wollte sie sicherstellen, dass künftig nur mehr traditionelle slowakische Kultur in den staatlichen Einrichtungen verhandelt wird.   Die Eröffnungsrednerin der diesjährigen Salzburger Festspiele […]

13/08/2024

Stehen wir vor einer neuen Ära des Kunstbetriebs? – Vielleicht schafft die KI ja schon bald nicht nur Kunst sondern auch Publikum?

Die Sommerzeit mit all ihren Festspielen ist ja eine herausragende Gelegenheit für Interviews mit Künstler*innen aller Art, die von ihrer Arbeit berichten. Vor allem, wenn sie sich in (gesellschafts-)politische Stoffe einarbeiten und versuchen, die daraus folgenden Ergebnisse ihrem Publikum zu vermitteln. Nun ist es ja das eine, wenn Künstler*innen den Wunsch verspüren, sich mit Themen […]

30/07/2024

Jedermann – oder das, was wir zu erwarten haben

Immer wieder rätsle ich, was diesem “Mysterienspiel” bis heute eine solche Wirkung verleiht. Die Neuproduktion des Kanadiers Robert Carsen ( https://on.orf.at/video/14236168/jedermann ) erneuert nicht nur seinen Charakter als Cash-Cow der Salzburger Festpiele sondern lockt auch hunderttausende vor die ORF-Übertragung ( https://www.salzburg24.at/news/salzburg/hunderttausende-schalten-jedermann-beim-orf-ein-162512653 ). So auch mich, in der Hoffnung, besser draufzukommen, was da passiert. Ja, da […]

24/07/2024

Die Kranken und die Kunst in diktatorischen Regimen

  In seiner Studie “Wahn und Wunder” unternimmt der Guardian-Aussenpolitikchef Charlie English den Versuch, die Aspekte “Kunst von Schizophränen” und “Moderne Kunst” entlang der nationalsozialistischen Kulturpolitik nachzuzeichnen.   Einerseits standen die Nazis in einer schrecklichen Tradition er Vernichtung “unnormalen” Lebens und damit verbunden all dessen, was die von sol hen Zuschreibungen Betroffenen hervorgebracht haben. Und […]

10/07/2024

Die Freiheit der Kunst – Warum sie für Künstler*innen etwas anderes bedeutet als für die Rezipient*innen

In der jüngsten ex libris Sendung auf OE1 ( https://www.youtube.com/watch?v=VzGLl41ZrB4 ) lernte ich die Autorin Anna Baar kennen. Im Lauf der Sendung sprach Petra Morzé u.a. ihren Text “Und aus fast jeder Wolke fällt irgendwann ein Meister”. Und ich blieb hängen bei den Sätzen: “Die Freiheit der Kunst deckt das Werk, aber nicht den Betrachter. […]

10/07/2024

Kitsch und Kunst – Wenn sich entlang Monteverdis L’Orfeo zwei diamtral unterschiedliche ästhetische Zugänge verbinden

  Als Student hatte ich noch das Glück, bei Gerhard Kappner ein Seminar über Ästhetische Theorie zu besuchen. Der legendäre Erwachsenenbildner erzählte einmal von einem Konzert eines Pianisten vor Arbeiter*innen. Diese wären nach der Aufführung vor allem überwältigt gewesen von der Fingerfertigkeit des Musikers, entlang seiner manuellen Geschicklichkeit hätten sie nachvollziehen können, was der Künstler […]

09/07/2024

“crowning” von Esther Strauß: Wut auf Kunst -Angst vorm Leben

  Keine Frage. Beim Kopf-Absägen der Marien-Darstellung von Esther Strauß im Linzer Dom handelt es sich um einen Anschlag auf die Freiheit der Kunst ( https://www.derstandard.at/…/wieso-verstoert-die… ). Die Künstlerin selbst spricht mit guten Gründen von einem “Ausdruck patriarchaler Gewaltbereitschaft”.   Aber das erscheint mir “nur” die äußere Wirkung bzw. das Ergebnis einer kollektiven, vorrangig männlichen […]

03/07/2024

Bildungspolitik ist Gesellschaftspolitik

Es ist erfreulich, wenn zumindest eine Partei Bildungspolitik auf ihre Fahnen geheftet hat: https://www.neos.eu/programm/unsere-schwerpunkte/bildung Alle anderen meinen, damit bis auf einige Alibi-Statements verzichten zukönnen. Und machen gerade deswegen deutlich, dass sie über kein konsistentes Weltbild mehr verfügen, auf das Schule junge Menschen vorbereiten soll. Und selbst bei den NEOS dominiert der Anspruch auf Individualismus, um […]

03/06/2024

Mit einem Tiger schlafen – ein Film von Anja Salomonowitz

  Birgit Minichmayr als Maria Lassnig. Ein Erlebnis, die Schauspielerin dabei zu beobachten, wie sie schonungslos gegen sich selbst darum ringt, sich in die Persönlichkeit eines anderen Menschen hineinzufühlen, noch dazu in einen, der seine Persönlichkeit als Material so ganz und ausschließlich für sein künstlerisches Tun genutzt hat ( https://www.filmstarts.de/kritiken/325073/kritik.html ).   Als solche sitzt […]

28/05/2024

Acht Museen für 99 Euro

  Knapp vor den Wahlen hat sich kulturpolitisch nun doch herumgesprochen, dass die österreichischen Bundesmuseen zu einem Instrument der Tourismusbranche geworden sind, während die heimische Bevölkerung bestenfalls noch als eine vernachlässigbare Beigabe an der Tageskasse verhandelt wird.   Wurden die großen Kulturtanker noch vor 30 Jahren als Rückversicherungsanstalten kultureller Identitätsbildung einer als homogen vorgestellten nationalen […]

23/05/2024

Bildung wird vererbt – so what?

  In regelmäßigen Abständen werden Studienergebnisse an die Öffentlichkeit gebracht, die belegen, dass junge Menschen, dern Eltern über ein hohes Einkomen und einen hohen Bildungsabschluss verfügen, bessere Chancen haben, selbst ein hohes Bildungsniveau zu erreichen.   Übersetzt heißt das, dass die gegenwärtige Bildungspolitik im Rahmen des öffentlichen Schulwesens die Aufrechterhaltung unterschiedlicher sozialer Milieus befördert denn […]

25/04/2024

“Leben und Sterben in Wien” von Thomas Arzt im Theater in der Josefstadt – eine heutige “Maskerade”

Als seine letzte Regie hat sich der Hausherr der Josefstadt Herbert Föttinger ein Stück über den Aufstieg des Austrofaschismus vorgenommen. Wohl in der Absicht, als Aufklärer in die Theatergeschichte einzugehen, der seinem Publikum die Parallelitäten zwischen damals und heute sinnlich erfahrbar zu machen. Zu erleben ist eine höchst konventionell inszenierte Geschichtsstunde über die zunehmende Gewaltbereitschaft […]

23/04/2024

Die Geschichte wiederholt sich nicht – und doch: Zur Präsentation des Buches “Maskeraden – Eine Kulturgeschichte des Austrofaschismus” von Alfred Pfoser, Béla Rásky und Hermann Schlösser

Das Auditorium des Wien Museums war bis auf den letzten Platz gefüllt, gefühlt ganz Wien wollte sein Interesse an diesen kurzen Abschnitt der österreichischen Geschicht 1933 – 1938 bekunden. Soviel vorweg: Da haben drei Kenner der österreichischen Kulturgeschichte eine faszinierende Innensicht des politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens vorgelegt und damit Geschichte unmittelbar erfahrbar gemacht. In […]

22/04/2024

Der Staat als Verteidiger von Leitkultur, nein danke.

Über “Leitkultur” als wahlpolitische Rohrkrepierer einer zunehmend verzweifelten ÖVP ist viel diskutiert worden: https://www.spiegel.de/ausland/oesterreich-nehammers-leitkultur-kampagne-wird-zum-rohrkrepierer-a-9c462608-dc4c-420d-add6-451e72277815 Ausgeklammert aber blieb in der Regel die Frage, inwieweit dem Staat (und sei es in Form der ihn tragenden politischen Parteien) noch einmal das Recht zukommen soll, eine kulturelle Definitionsmacht auszuüben. Dabei sind die Zeiten noch nicht so lange her, dass […]

21/03/2024

Zum Zustand der österreichischen Kulturpolitik: Wenn der Pragmatismus nicht mehr reicht….

  In diesen Tagen erschien im Standard eine Analyse zur Kulturpolitik der amtierenden Bundesregierung von Olga Kronsteiner “Wohin die Kulturnation steuert” ( https://www.derstandard.at/…/was-hat-die-schwarz-gruene… ). Als Ergänzung dazu fand sich auf derselben Seite eine Einschätzung der Kulturpolitik der FPÖ.   Symbolträchtiger hätte der Standard den Zustand der österreichischen Kulturpolitik nicht auf den Punkt bringen können:   […]

11/03/2024

Über die Radikalität von Normalität am Beispiel des Films “Zone of Interest”

Es war 2004 anlässlich eines Spazierganges in Millstatt. Haiders FPÖ hatte in Kärnten gerade einen Wahlsieg mit 42,5% der Stimmen eingefahren. Und mich bekam der Gedanke, dass damit jeder Zweite, der mir auf der Strasse begegnete, eine rassistische, antisemitische und antidemokratische Partei gewählt hatte. Alles ganz normale Leute, die es offenbar doch ganz normal gefunden […]

10/03/2024

Über die eigentliche kulturpolitische Priorität: Kunst von wem, für wen, mit wem?

  Es gehört zu den großen unausrottbaren Missverständnissen einer Kulturpolitik in einer demokratischen Gesellschaft, darauf zu beharren, ihre zentrale Aufgabe bestehe in der Herstellung und Sicherstellung von künstlerischer Qualität.   Ein Blick in ein beliebiges Handbuch der Kunsttheorie würde genügen, um dieses Bemühen als illusorisch zu verwerfen. Spätestens mit den Avantgarden des 20. Jahrhunderts ist […]

01/03/2024

Der Kulturbetrieb als Arrieregarde – Nicht-Konsum als Kulturleistung

Die Dokumentation der NDR “Gegen des Schweigen – Machtmissbrauch bei Theater und Film” hat zuletzt – zumindest in Teilen der Kulturszene für einige Aufregung gesorgt: https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjMzOTYxM19nYW56ZVNlbmR1bmc Wir – die im Kulturbetrieb tätig sind und an dessen Weiterentwicklung interessiert – können gar nicht dankbar genug sein gegenüber den mutigen Stimmen, die sich in der Abwehr aller […]

26/02/2024

Messe und Konzert – zwei Formate, eine Erfahrung

Manche von uns erinnern sich noch an die Jazz-Messen der 1970er Jahre. Unter dem Eindruck des 2. Vatikanischen Konzils machte sich in der Katholischen Kirche Aufbruchstimmung breit: Es galt, Anschluss an den Zeitgeist zu finden, die Gläubigen stärker ins Geschehen einzubeziehen und damit auch ihre kulturellen Vorlieben ins überkommene Setting des Gottesdienstes bessser zu berücksichtigen. […]

19/02/2024

Wenn Unrecht als “normal” verhandelt wird – Eine Gegenrede von Omri Boehm “Radikaler Universalismus”

Die europäischen demokratisch verfassten Öffentlichkeiten haben sich daran gewöhnt, dass an den südlichen Grenzen des Kontinents jährlich mehrere tausend Menschen qualvoll und elendiglich zugrunde gehen; sie ertrinken auf den Fluchtrouten des Mittelmeers. Die Diskussion darüber erschöpft sich in politischen Vorschlägen selbst in liberal verfassten Gesellschaften, die Grenzen Europas möglichst hermetisch zu schließen, um die flüchtenden […]

18/02/2024

Erinnerung an Archim Benning als kulturpolitischer Akteur

“In memoriam Archim Benning” – ein Film von Kurt Brazda – ein kulturpolitischer Rekonstruktionsversuch Claus Peymann hat als Burgtheater-Direktor (1986 – 1999) Geschichte geschrieben. Von der damaligen sozialdemokratischen Unterrichts- und Kunstministerin Hilde Havlicek bestellt, gelang es ihm, sich als umfassender Erneuerer eines verstaubten Betriebs zu positionieren: Das Publikum sollte radikal verjüngt werden, raus mit den […]

14/02/2024

Der Krieg, die Kunst und die Freiheit

Mit der Entscheidung, Oksana Lyniv und das Kyiv Symphonie Orchestra zusammen mit Teodor Currentzis und dem SWR-Symphonieorchesters bei einem “Antikriegsprogramm” auftreten hat der neue Indentant der Wiener Festwochen Milo Rauch einen veritablen Bauchfleck hingelegt. Nach Protesten der Ukrainerin Oksana Lyniv, die sich nicht mit Currentzis vermarktet sehen wollte sah sich Rau gezwungen, Teodor Currentzis wieder […]

25/01/2024

Österreich auf dem Weg in die Illiberalität – Kulturpolitik und ihre politische Verfasstheit.

Erst gestern bin ich in einem Gespräch wieder darauf gestoßen worden, wie schwer es ist, “Kulturpolitik” klar zu definieren. Zumal ich mehr denn je davon überzeugt davon bin, dass es gerade das vielstimmige, freie und auch kontroverse Gespräch darüber, was für dieses Politikfeld konstitutiv ist, die wesentliche Dimension von Kulturpolitik ausmacht. Pragmatisch kann man sich […]

25/01/2024

Wenn die “Ehemaligen” zu den potentiell “Zukünftigen” werden.

Auch wenn die Gefahr besteht, einer self fulfilling prophecy zuzuarbeiten. Und doch ist die Gefahr real, dass die FPÖ bei der nächsten Nationalratswahl als stimmenstärkste Partei hervorgeht und damit nach den Schalthebeln der Macht greift: Die ÖVP tut – trotz verbaler Abgrenzung gegen über dem neuen selbsternannten “Volkskanzler” – fast alles dazu, mit ihren politischen […]

20/01/2024

Über das Lösen von Gleichungen, Romanlektüren und den Eigenwert des Menschen

  In meiner Jugend durchlebte ich eine Phase, in der ich mich jede freie Minute mit dem Lösen mathematischer Gleichungen beschäftigt habe. Es war für mich ein großes Spiel. Sukzessive bin in eine Logik eingetaucht, mit der mir die Gleichung zu einem Weltersatz wurde, ja als eine bessere Welt, in der es keine Widersprüche und […]

19/01/2024

“Remigration” – Über die Produktion von Feinbildern, ihre Ausgrenzung, ihre Vernichtung.

  Nein, es handelt sich nicht um eine Wiederholung der Wannseekonferenz, in der führende Nazi-Funktionäre 1942 die millionenhafte Ermordung jüdischer Staatsbürger beschlossen haben ( https://www.zdf.de/…/die…/die-wannseekonferenz-104.html).   Und doch drängen sich Assoziationen auf, wenn sich im vorigen November in einem Hotel in Potsdam eine Gruppe Rechtsradikaler zusammengefunden haben, um Strategien der “Remigration” und damit der zwanghaften […]

18/01/2024

Kultur und Selbstzweck – Relektüre mit kulturpolitischer Brille von “Haben und Sein” von Erich Fromm

  Mitte der 1970er Jahre wurde “Haben oder Sein” des deutsch-amerikanischen Sozialpsychologen Erich Fromm zum Kulturbuch. Es liest sich heute wie ein letztes Aufbäumen der sogenannenten 68er Generation gegen eine umfassende Marktdominanz, die auch auf den Bereich der Kultur übergegriffen hat und seither das kulturelle Verhalten im Spannungverhältnis von Produktion, dem Handel, dem Erwerb und […]

17/01/2024

Jean-Jacques Rousseau im Widerspruch zwischen Emanzipation und Totalitarismus

  Durch Zufall bin ich zuletzt auf Lion Feuchtwangers “Biopic” “Narrenweisheit oder Tod und Verklärung des Jean-Jacques Rousseau” gestoßen. ( https://www.buecher.de/…/produ…/detail/prod_id/05723736/ ).   Mir war zuvor nicht klar, welch eminenten Einfluss Rousseau auf die Französische Revolution gehabt hat. Für mich war der schweizerisch-französische Philosoph mit seinem Roman “Émile” vor allem ein Vorreiter einer Erziehungslehre, die […]

23/12/2023

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr

Im aktuellen Profil hat der Autor Clemens Setz auf die Einladung der Redaktion, einen “unsere komplexe Weltlage zusammenfassenden, das turbulente, gewaltgetränkte Jahr abrundenden und ein mögliches Licht am Ende des Tunnels skizzierenden Textbeitrag” beizusteuern mit dem Satz reagiert:   “Man gehe los und helfe irgendeiner Person, die es braucht. Das ist der ganze Text”. Er […]

17/12/2023

Die “Liebe zum Skandal” zeigt sich nicht nur in den Salzburger Festspielen. Sie zeigt sich vor allem in den Amtsstuben der Kulturpolitik und -bürokratie, die soziale Ungleichheit perpetuieren.

Die “Liebe zum Skandal” zeigt sich nicht nur in den Salzburger Festspielen. Sie zeigt sich vor allem in den Amtsstuben der Kulturpolitik und -bürokratie, die soziale Ungleichheit perpetuieren. Im Kurier erhielt die amtierende Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer in “Es gibt eine gewisse Liebe zum Skandal!” zuletzz eine ganze Seite, um sich ihrer Erfolge zu […]

11/12/2023

Neugier als eine zentrale kulturelle Ressource

In letzter Zeit erlebe ich in Diskussionen eine zunehmende Vehärtung der Positionen. Es ist, als würden sich die Diskutant*innen mit ihren Einschätzungen einbetonieren wollen und auf diesen bestehen, ohne sich noch groß dafür zu interessieren, was von der jeweils anderen Seite kommt. Für mich ist das nicht ein Ausdruck der Stärke sondern einer wachsenden Verunsicherung, […]

01/12/2023

Kinderkulturzentrum Wien Floridsdorf

Es gibt wohl keine europäische Großstadt, in der der Zentralisierungsgrad der historisch gewachsenen kulturellen Infrastruktur so hoch ist wie in der ehemaligen Metropole der k.u.k. Monarchie. Die längste Zeit schien es so, als hätte sich die Wiener Kulturpolitik damit abgefunden, dass weite Teile der Bevölkerung mit wenigen vazierenen Ausnahmen (Volkstheater in den Außenbezirkene, Kultursommer,….) nur […]

28/11/2023

Fokus Publikum. Eine Veranstaltung des oö. Landeskulturreferenten Thomas Stelzer und der Kunststaatssekretärin Andre Mayer. Ein Ärgernis.

Man könnte meinen, wenn sich mehrere hundert Menschen aus dem Kulturbereich in diesen Tagen versammeln, dann würde sich der Steinsaal des oö. Landhauses – ungeachtet der vorgebenen Themenstellung – rasch in einen Ort der aufgeregt-lebendigen, vielfältigen ja auch kontroversen Diskussion über das, was uns alle in diesen Tagen ganz intensiv beschäftigt verwandeln: Krieg am Rand […]

20/10/2023

Freier Eintritt im Wien Museum – Es gibt auch positive kulturpolitische Entwicklungen

Das Wien Museum hat sich entschlossen, allen seinen Besucher*innen nach seiner Wiedereröffnung einen kostenlosen Besuch zu ermöglichen. Während andere staatliche Museen ihre Eintrittspreise nach dem offiziellen Ende der Pandemie noch einmal hinausgeschnalzt haben, trägt diese Wiener Einrichtung der wachsenden sozialen Ungleichheit Rechnung. Und sensibilisiert damit dafür, dass die Preisgestaltung des Kulturbetriebs mehr denn je über […]

15/10/2023

Arbeit als Kultur

Schon vor ein paar Tagen ist in der Kleinen Zeitung ein Beitrag von Konrad Paul Liessmann zum Thema “Arbeit” erschienen. Er verhandelt darin “Arbeit” als ein vergleichsweise kurz dauerndes historisches Phänomen, das eng mit dem Industriezeitalter verknüpft ist. Als solches bestimmt es mittlerweile all unser gesellschaftliches Denken und Handeln, ja bietet in der Diversitätsgesellschaft die […]

11/09/2023

Jetzt ist auch schon alles wurscht! – Das Burgtheater gibt sich neuerdings politisch

Es ist erfreulich, wenn sich nunmehr auch das Burgtheater als eine öffentliche Einrichtung am politischen Diskurs aktiv teilnimmt und uns einlädt “aufzuwachen” oder nicht alles, was die “Medien drucken” unbefragt zu “schlucken”. Der bittere Beigeschmack bleibt, wenn diese Marketing-Offensive erst zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem klar ist, dass der Vertrag des Direktors Martin Kusej […]

07/09/2023

Lehrveranstaltung “Kunst im Kontext” an der Angewandten

Ich freue mich, auch im kommenden Wintersemester an der Angewandte eine Lehrveranstaltung zu Kulturpolitik anbieten zu können: Noch immer ein unterschätztes Politikfeld, bestimmte es doch wesentlich mit, wie künstlerische Produktion, Vermittlung und Rezeption stattfindet. Dass wir uns in einem dramatischen Wandel befinden, das wissen wir. Was das für die Studierenden nicht nur in ihrem künstlerischen […]

30/08/2023

“Der Mythos von Sisyphos” von Albert Camus – eine Relektüre

  Warum angesichts dessen was ist nicht Selbstmord begehen? Es gibt wahrscheinlich keinen besseren Zeitpunkt als heute, um sich nochmals mit diesem Text aus dem Jahr 1942 des französischen Nobelpreisträgers über das Absurde zu beschäftigen. Der Text ist in seinem ebenso philosophischen wie poetischen Anspruch nicht leicht zu fassen. Und verdeutlicht doch noch einmal eine […]

09/08/2023

Von wegen “Überproduktionskrise” des Kulturbetriebs

  Kolleg*innen berichten mir, dass Kulturpolitiker*innen zuletzt immer häufiger das Wort „Überproduktionskrise“ in den Mund nehmen. Zur Erklärung führen sie an, dass zumindest bestimmte Teile des kulturellen Schaffens nicht mehr genügend Konsument*innen finden würden, um die Förderung seiner Produktion zu rechtfertigen.   Nun stimmt die Einschätzung, dass eine „Neue Kulturpolitik“ seit den 1970er Jahren – […]

08/08/2023

Von wegen “Neue Kulturpolitik” – Es ist Krieg, und nur wenige schauen hin.

In diesen Tagen kann schon der medial vermittelte Eindruck überhand nehmen, die Pandemie wäre vorbei und der Kulturbetrieb kehre in altbewehrtes Fahrwasser zurück. Als hätte es keine Diskussion zur Notwendigkeit eines umfassenden Transformationsprozesses gegeben: Die Produktion läuft wie gehabt, Festwochen, Festspiele landauf und landab, die Intrigen blühen, Übergriffe halten an, Kritikerinnen berichten über den Glamour […]

04/07/2023

Kultureinrichtungen des 19. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert

  Ja, in der Bildungspolitik liegt vieles im Argen, ein konservatives Österreich verweigert sich standhaft überfälligen Reformen. Und doch wird allein an der architektonischen Ausgestaltung vieler Schulen deutlich, dass sich seit dem 19. Jahrhundert vieles verändert hat und selbst Schule gezwungen ist, den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen.   Im Kulturbereich – der sich […]

26/06/2023

Künstler und Menschen – Ein Fall für die Kulturpolitik

In der oft allzudrögen Diktion kulturpolitischer Texte vor allem im deutschsprachigen Raum (Stichwort: Soziokultur) ist es selten, dass einem bei der Lektüre ein Licht aufgeht. Bei mir ear das zuletzt der Fall bei François Matarassos “A Restless Art” ( https://arestlessart.com/ ). Was dieser Verfechter von “Community Art” anhand einer Vielzahl von Beispielen verhandelt ist nicht […]

21/06/2023

“Us and them” – Eine Kritik der Musikvermittlung, die auf halbem Wege unschlüssig stehen bleibt.

  Vor ein paar Tagen dachte der “Community Artist” François Matarasso im Rahmen des Symposiums “Turning Social” an der mdw https://www.mdw.ac.at/turningsocial/ öffentlich darüber nach, wie es gelingen könnte, die überkommenen sozialen Trennungen, die sich auch im Musikbetrieb widerspiegeln würden zu überwinden. Er bezog sich dabei vor allem auf die Erfahrungen eines europäischen Kooperationsprojektes “Traction” https://www.traction-project.eu/ […]

11/06/2023

EDUCULT ( www.educult.at ) feiert sein 20jähriges Bestehen

Diese Woche ist es also soweit. Aus einer persönlichen Idee ist ein europäisch tätiges “Institut für praxisnahe Forschung und Beratung sowie kompetentes Kulturmanagement in den Bereichen Kultur und Bildung” geworden. Als Gründer freue ich mich sehr über die Erfolgsgeschichte, die die Kolleg*innen in den letzten Jahren ermöglicht haben. Aron Weigl und dem gesamten Team gratuliere […]

05/06/2023

Der Fall Lindemann: Wird da gerade der Geniekult auch im Musikbusiness von Sockel geholt?

Till Lindemann von Rammstein muss ein ziemlicher Kotzbrocken sein. Auf Grund einer Reihe von Aussagen betroffener Frauen steht er in der öffentlichen Kritik, gerichtliche Verfahren werden geprüft, ein Fall, der die anhaltende #MeToo Debatte ziemlich evidenzbasiert befeuert. Bei aller Notwendigkeit, den Fall medial zu verhandeln, so fällt doch auf, dass da eine Geschichte zu einer […]

04/06/2023

Das Lueger-Denkmal neigt sich – Und was ist mit Beethoven?

  Nach langen Überlegungen ist es also soweit, das umkämpfte Lueger-Denkmal wird -13 Jahre verspätet – nach Plänen des ehemaligen Studenten der Angewandten Klemens Wihlidal um 3.5 Grad geneigt, um so die Ambivalenz des Bürgermeisters mit antisemitischen Neigungen zum architektonischen Ausdruck zu bringen: https://angewandte.at/news_detail?news_id=1685500937250   Jüngst hat mich ein lieber Freund noch einmal drauf aufmerksam […]

30/05/2023

Kulturpolitik als Verstärker der herrschenden Ungleichheit

Die jüngst veröffentlichte “Grundlagenstudie zur kulturellen Beteiligung in Österreich SORA war in erste Linie als eine Beruhigungspille für den (staatlich priorisierten) Kulturbetrieb gedacht. Die Hoffnung der Auftraggeber bestand darin, nachweisen zu können, dass die Pandemie zu keiner nachhaltigen Veränderung des Besucher*innen-Verhaltens geführt hatte und somit alles beim Alten bleiben könne. Und in der Tat weist […]

29/05/2023

Der “Kulturpass” – die Antwort auf eine lange Tradition einer angebotsorientierten Kulturpolitik?

Über viele Jahre sah es staatliche Kulturpolitik als ihre zentrale Aufgabe, entlang mehr oder weniger nachvollziehbarer Qualitätskriterien das künstlerische Schaffen zu fördern und damit Maßstäbe zur Unterscheidbarkeit von förderungswürdiger und nicht förderungswürdiger Kunst zu setzen. In einer Zeit, in der – kontextabhängig – alles Kunst sein kann, ist diese staatliche Aufgabe an ihr Ende gekommen. […]

20/04/2023

Kulturpolitik am Scheideweg – Von wegen “alle”

Der “Kulturreporter” Peter Grabowksi hat zuletzt eine längst überfällige Diskussion zur aktuellen kulturpolitischen und kulturbetrieblichen Unhaltbarkeit liebgewordener Gedankenlosigkeiten angeregt: https://derkulturpolitischereporter.wordpress.com/2023/04/18/kultur-fur-alle-das-ideal-braucht-eine-neue-deutung/?fbclid=IwAR2h47baBX1Lohs6LV4WVZpFTZypMYdn9jcmsVALfB-xIcx0ParC8z6Z2oM Unter dem Titel “”Kultur für alle”: Das Ideal braucht eine neue Deutung” denunziert er den Herrschaftscharakter einer staatlich privilegierten Kulturangebotes. Dieser sei – das zeigen die letzten 50 Jahre – auch mit noch so gut […]

18/04/2023

Teodor Currenztis als Lackmustest des Kulturbetriebs?

Im Rahmen seiner Programmvorstellung hat der Intendant des Wiener Konzerthauses Matthias Naske bekannt gegeben, sich vom Stardirigentern Teodor Currentzis zumindest mittelfristig trennen zu wollen: https://www.derstandard.at/story/2000144727349/konzerthaus-wien-will-202324-beziehungen-moderieren Als Hauptgrund führte Naske das anhaltende Schweigen von Currenztis zur russischen Aggression in der Ukraine an. Zum Unterschied zu Markus Hinterhäuser, der in Salzburg ungebrochen an der Fortsetzung des Engagements […]

17/04/2023

Wie politisch korrumpierbar ist die niederösterreichische Kunstszene?

  Da geht eine konservative Landeshauptfrau eine Koalition mit einer politischen Gruppe ein, deren Führung die massenhafte Vernichtung von Menschen besingt.   Weil diese Landeshauptfrau u.a. auch für Kunstförderung zuständig ist, macht sie sich jetzt Sorgen, ob ihr die Szene auf dem Weg in die polititische Radikalisierung unhinterfragt folgen wird.   Und also nutzt sie […]

12/04/2023

Der Kulturbetrieb als Disziplinierungsmaschine für ein bürgerliches Kulturverhalten von anno dazumal:

Im Einserkastl des Standard mokiert sich Gudrun Harrer heute darüber, dass zumindest Teile des Publikums einer britischen Musical-Produktion diese als mehr oder weniger orgiastisches Mitmachtheater missverstanden hätte. Sie hätten sich nicht an die ungeschriebenen Gesetze der überkommenenen Aufführungspraxis mit ihrer rigiden Platzanweisung: Hier die aktiven Macher*innen auf der Bühne, dort die passiv-affirmierenden Rezipient*innen im Zuschauerraum […]

16/03/2023

Als die Kunst die Seiten wechselte – über neue Allianzen zwischen Kunst und Kommerz

Am Beispiel des neu eröffneten Louis Vuitton Store am Wiener Graben hat zuletzt an dieser Stelle Matthias Dusini die besondere ästhetische Qualität des Zusammenwirkens von Kunst und Kommerz deutlich gemacht. Sein Befund deckt sich weitgehend mit Wolfgang Ullrichs These vom “Ende der Autonomie der Kunst”, damit der Vermutung, dass die großen Modemarken (und nicht mehr […]

14/03/2023

Die Zukunft der SPÖ als eine Kulturbewegung: Miteinander – oder garnicht

Während die österreichische Sozialdemokratie gerade Selbstzerfleischung entlang der Eitelkeiten des Führungspersonals betreibt, wird in Italien Elly Schlein mit einem „unverhohlen links-progressiven Programm“ zur neuen Vorsitzenden gewählt. Die, die sie gewählt haben, treten damit den Beweis an, dass die mehr denn je notwendige Verteidigung der materiellen Grundlagen der „Erniedrigten und Beleidigten“ und die Durchsetzung postmaterieller Wertvorstellungen […]

12/03/2023

„Verbrechen und Strafe“ – eine Relektüre in Zeiten des Krieges

  Viel war zuletzt die Rede von der Notwendigkeit, angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine, „die russische Kultur“ in seiner Gesamtheit zu verbannen. Ich halte das für einen Fehler. Und habe mir zuletzt nochmals Fjodor Dostojewskis „Verbrechen und Strafe“ vorgenommen. Und war nach der Lektüre beeindruckt, was dieser, selbst höchst zerrissene Autor über russische […]

08/03/2023

Der Film Tár von Todd Field – Zumindest eine Irritation

  Die meisten Besucher*innen des Films – so meine Unterstellung – sind von klein an indoktriniert von der der Vorstellung, dass im Bereich der Klassischen Musik wahlweise das Gute, Wahre und Schöne, der Herrgott persönlich oder zumindest heilendene Kräfte zu Hause sind.   Für sie alle hat der Tár eine frustrierende Desillusionierung parat: In diesem […]

01/03/2023

Kulturelle Teilhabe – ein staatlich finanziertes Mißverständnis

Es war in den 1990er Jahren als Dieter Hildebrandt in seiner Münchner Lach- und Schießgesellschaft für so manchen Brülle sorgte, wenn er meinte, in Österreich ließe sich ein signifikanter Trend zum Zweitbuch hin feststellen. Die Grundlage dafür bildeten diverse Befragungen des ifes-Instituts, das seit 1975 bis in die frühen 2000er Jahre immer wieder wissen wollte, […]

27/02/2023

Landeskunstförderung und die Neugestaltung der ORF-Finanzierung

  Wenn in diesen Tagen darüber diskutiert wird, die ORF-Finanzierung auf neue, haushaltsbasierte Füße zu stellen, dann tauchen immer wieder die “Landesabgaben” auf, die zusätzlich zum GIS-Entgelt bei den Nutzer*innen eingehoben werden.   Vielleicht sollten wir uns bei einer allfälligen Neuordnung daran erinnern, dass diese ihren Ursprung in der Phase der “autriakischen Restauration” des Staates […]

23/02/2023

Der Kampf um den Fortbestand des RSO

Es ist erfreulich, dass sie sich die Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer und auch die Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler für den Fortbestand des RSO einsetzen. Ihre klaren Aussagen lassen darauf schließen, dass es eine gemeinsam getragene Konstruktion gegen wird, die den Erhalt dieses Ausnahme-Orchesters ermöglicht. Bei meinen Recherchen bin ich auf einen Vorgänger-Fall gestoßen: In den […]

15/02/2023

Scheiss auf die Kritik – Wenn Künstler Hundekot auf Rezensentinnen werfen

Künstler*innen stehen offensichtlich nicht immer im besten Einvernehmen mit ihren Kritiker*innen. Zuletzt hat der Hannoveraner Ballettdirektor Marco Goecke die Tanzkritikerin der FAZ Wiebke Hüster mit Hundekot. Begründung: Sie habe sein jüngstes Stück niedergeschrieben. Man kann das Verhalten Goeckes als einmalige Überreaktion bewerten. Man kann sich bei der Gelegenheit aber auch noch einmal Gedanken über dieses […]

14/02/2023

Der Kulturbetrieb und die Lust am Weltuntergang

Wie man im letzten Kulturmontag sehen konnte, macht Julian Charriére interessante künstlerische Installationen, die den Klimawandel thematisieren. Dass er diese mit der zu erwartenden Apokalypse der Menschheit argumentiert, gehört nicht zu seinen Stärken. Was für eine Hybris im Kulturbereich macht sich da nochmals breit? Wie leichtfertig wird da schon einmal selbstherrlich im Geist der ganzen […]

13/02/2023

Als die spätmoderne Marktwirschaft zur einzig verbliebenen Kulturform mutierte. Gedanken zu Carolin Amlingers und Oliver Nachtweys “Gekränkte Freiheit”

“Was bildest Du Dir ein? Zukunftsperspektiven? Was für eine Hybris! Nimm, was Du kriegen kannst. Es ist so wie es ist.” Es sind Konversationen wie diese, die mir deutlich machen, was der Verlust von Zukunft nicht nur für den/die Einzelnen sondern für die Gesellschaft als ganzes macht. Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey haben sich dazu […]

11/02/2023

In Erwartung eines persönlichen “Kulturereignisses” – Über das Feiern und das Älterwerden. Und darüber, was noch zu tun ist.

Geburtstage sind eine gute Gelegenheit, noch einmal über sich nachzudenken. Um sich zu versichern, wo wir stehen im Leben. Das wird mit der Anzahl der Jahre nicht einfacher, dafür aber umso wichtiger, wie mir scheint. Als 73jähriger wird mir noch einmal bewusst, in welch privilegierte historische Phase ich hineingeboren worden bin. Im Vergleich zu allen […]

11/02/2023

Thomas Mann und Annie Ernaux: Zwei Nobelpreisträger*innen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und gerade dadurch von einem Paradigmenwechsel auch in der Literatur erzählen.

Durch Zufall bin ich in diesen Tagen nochmals auf Thomas Manns “Lotte von Weimar” gestoßen. Der Roman verdankt sich der intensiven Beschäftigung des in Zürich und den USA exilierten Autors mit Goethe. Der Text kreist um dessen Jugendliebe Charlotte Kestner, die im Laufe der Handlung Gespräche mit einer Reihe von Bezugspersonen führt, die allesamt helfen […]

11/02/2023

Immer weniger junge Menschen – Immer mehr Lust mitzuspielen.

Ursprünglich hat die Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer eine Studie zum (geänderten) Publikumsverhalten im Kulturbereich für den Jänner dieses Jahres in Aussicht gestellt. In einem Beitrag im Standard “Wenn die Jungen ausbleiben” von Stefan Weiss werden Ergebnisse für den März in Aussicht gestellt. Weiss’ zentrale Botschaft schon jetzt ist, dass auch der Kulturbetrieb mit einem […]

10/02/2023

Verwobenheit – ein Begriff mit viel künstlerischem Potential

In einem Gespräch wurde ich auf den Begriff der „Verwobenheit“ aufmerksam gemacht. Damit auf das Wissen um „unlösliche Zusammenhänge im seelisch-geistigen Bereich“ (Gebrüder Grimm), in die man schon einmal „hineinversinken“ kann. Besonders interessant fand ich, dass meine Gesprächspartnerin sich bei der Verwendung dieses Ausdrucks auf die Kunst bezogen hat. Und damit auf die Art und […]

08/02/2023

Wenn das Fördersystem zurückschlägt

Der Ausbau der Kunst- und Kulturförderung in Österreich seit den 1970er Jahren gehört zu den großen kulturpolitischen Erfolgsgeschichten. Sukzessive wurden immer weitere Bereiche des Kulturbetriebs erfasst und mehr oder weniger maßgeschneiderte Förderinstrumente entwickelt. Daran ändere auch der Umstand wenig, dass sich dabei an den Prioritätensetzungen nur wenig geändert hat und die wenigen großen, gesetzlich verankerten […]

07/02/2023

Wider den grassierenden Pessimismus im Kulturbetrieb

Mit wem immer ich in diesen Tagen aus dem Kulturbetrieb spreche: Die Rede ist ernüchternd, ohne große Perspektive, frustriert, manchmal verzweifelt. Weit und breit keine Aufbruchstimmung. Diesem Grundgefühl in der Szene möchte die nächste Ausgabe des kulturpolitischen Symposiums an der Angewandten entgegenwirken: “Alles neu macht des Mai – Eine andere Zukunft des Kulturbetriebs ist möglich” […]

06/02/2023

Und nochmals Annie Ernaux:

Glücklich der Verlag, der eine Nobelpreisträgerin unter Vertrag hat. So kann Suhrkamp einen Text von Annie Arnaux mit dem Titel “Der junge Mann” in Buchform und unter Buchpreisbedingungen unter die Leute bringen, dessen Leseertrag rein quantiativ – je nach individueller Lesegeschwindigkeit – 10 – 15 min beträgt. Inhaltlich berichtet uns die Autorin von einer Liebe […]

05/02/2023

Was mir beim Lesen von Annie Ernaux’s Text “Der Platz” durch den Kopf geht

Anhand von Bruchstücken ihrer Erinnerung ließ die französische Literaturnobelpreisträgerin bereits 1983 das Leben ihres Vaters wieder erstehen. Zugleich erzählt sie die schmerzhafte Geschichte ihre eigene Befreiung aus den scheinbar schicksalhaft zugeschriebenen Lebensverhältnissen ihrer Eltern. Sie wendet dabei die Methode einer “literarischen Wissenschaft” an, die jede romanhafte Überhöhung vermeidet. Um statt dessen mit jeweils einigen wenigen […]

28/01/2023

Milo Rau wird neuer Intendant der Wiener Festwochen

Jetzt ist die Zeit, sich über den neuen Festwochenintendanten Milo Rau zu freuen. Und so lese ich die vielen medialen Reaktionen auf die Ankündigung der Wiener Kulturstadträtin, die in ihrer großen Mehrheit einen neuen Messias eines krisengeschüttelten Kulturbetriebs heraufkommen sehen. Stutzig machen mich zwei Dinge: Zum einen die Bemerkung im Standard, dass das Wiener Rathaus […]

26/01/2023

“Corsage” – Über das zunehmend erschöpfte Herbeireden einer Trennung von Kunst und Leben

Cathrin Kahlweit hat die Regisseurin Marie Kreutzer für die Süddetusche Zeitung gefragt, wie es mit ihrem Film “Corsage” weiter gehen soll: Ihre Message: “In “Corsage” stecken jahrelange Arbeit und viel Liebe von vielen Menschen. Deshalb tut es ja auch so weh, dass dieser Film immer mit diesen grauenvollen Taten behaftet sein wird.”   Das Team […]

17/01/2023

Kulturpolitik in Wien – Über den Nutzen temporärer externer Begleitung

Zumindest darüber können wir uns freuen: Die kulturpolitische Diskussion gewinnt an Fahrt. Und findet zuletzt auch Eingang in den “Kulturmontag”. Gegenstand war diesmal die Kulturpolitik der Wiener Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler, die ihre Personalpolitik verteidigen musste https://tvthek.orf.at/profile/kulturMontag/13886866/kulturMontag/14164265 Und mit Fabian Bursteins Auslassungen noch einmal grundsätzliche Fragen zum Verhältnis von Kulturpolitik und Kulturbetrieb anstieß. Mit seiner Forderung, […]

16/01/2023

Musik steigert das Wohlbefinden – oder was

In regelmäßigen Abständen werden Studienergebnisse veröffentlicht, die belegen wollen, dass „Musik“ das Wohlbefinden steigt. Zuletzt will ein interdisziplinäres Team der Universität Wien herausgefunden haben, dass Musik in der Lage wäre, die aktuellen Krisenerscheinungen für ihre Zuhörer*innen besser aushaltbar zu machen. So heißt es in einer Aussendung: „Wurde Musik im Alltag gehört, so berichteten die Teilnehmenden […]

10/01/2023

„Maria malt“ von Kirstin Breitenfellner – Eine Lesempfehlung für all diejenigen, die sich an (eigenen) Widersprüchen abarbeiten wollen, ohne eine Lösung zu erwarten

Es gibt Bücher, die machen es einem nicht leicht. Selten habe ich ein Buch mit so gemischten Gefühlen weggelegt wie „Maria malt“ von Kirstin Breitenfellner. Vordergründig ist der Text die romanhafte Auseinandersetzung mit dem Leben Maria Lassnigs, das ganz auf ihre Kunst gerichtet war. Breitenfellner hat viele Jahre recherchiert und danach versucht, die Ergebnisse in […]

07/01/2023

Kultur und Krieg – Über kulturelle An-Eignung und kulturelle Ent-Eignung

Die Oe1-Sendung „Freundschaft, die den Krieg überdauert“ hat mir noch einmal die potentiell verheerenden Wirkungen des Anspruchs kultureller Zugehörigkeit vor Ohren geführt. Es ist für mich gut nachvollziehbar, dass vor allem sich diskriminiert fühlende Menschen das Bedürfnis haben, sich entlang gemeinsamer Interessen zusammenzuschließen wollen, um ihr Standing in einer ungleichen Gesellschaft besseren Ausdruck verleihen zu […]

03/01/2023

Fröhlich in die neuen Zeiten – Als es selbst dem Establishment zu dämmern begann

Succus aus einem Gespräch mit einem Freund, der in den letzten Jahren die Geschicke des deutschen Theaterbetriebs wesentlich mitbestimmt hat:   “In Zukunft wird das künstlerische Programm immer weniger das Profil von Theatern, Konzert- und Opernhäusern bestimmen. Immer wichtiger hingegen werden diese als Orte der Begegnung, der Verständigung, der Interaktion und der Mitwirkung einer zunehmend […]

28/12/2022

Die Entscheidung über den neuen Burgtheater-Direktor oder Der mangelnde Wille zur kulturpolitischen Veränderung

Erst im Gespräch mit jungen Menschen wird mir die ganze Tragweite des verheerenden Signals deutlich, dass sich die Kulturpolitik mit der Bestellung des neuen Direktors des Wiener Burgtheaters Stefan Bachmann geleistet hat: Es soll sich nur ja nichts ändern! Fast schon stereotyp wird in diesem Zusammenhang das Profil der Staatssekretärin ins Treffen geführt: Als langjährige […]

22/12/2022

Theater in der Krise? Da reden zwei, als säßen sie jeweils auf einem anderen Stern.

Theater in der Krise?: Da reden zwei, als säßen sie auf jeweils einem anderen Stern. Während die Wiener Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler von einer weitgehenden Wiederherstellung des Theaterbetriebs spricht (“Dass das vielfältige Angebot dieser Stadt wieder mit steigenden Besucherzahlen belohnt wird….”) ortet Fabian Burstein einen Theaterbetrieb, der von “Long Covid” befallen sei. Geht es nach ihm, […]

17/12/2022

Über das Hochstilisieren kultureller Identitäten und Über den Verlust des Begriffs der Emanzipation.

In diesen Tagen fand ich mich plötzlich im Gespräch über die grassierende Verunsicherung, wenn es darum geht, ein unbekanntes Gegenüber korrekt anzusprechen. Im Zuge der Auflösung eindeutiger Geschlechtszuschreibungen geriete – so meine Gesprächspartner*innen – der/die Ansprechende nur allzu leicht in die Bredouille, jemanden so anzusprechen, wie er/sie/sonstwie angesprochen werden möchte. Mein lapidarer Vorschlag, mein Gegenüber […]

14/12/2022

Kulturpolitik neu denken

Am 13. Dezember fand in den Räumen des Kunst- und Kultursektion des BKA der Unesco-Talk “Kulturpolitik neu denken – Aus internationalen Erfahrungen lernen” statt. In sorgfältig ausgewählten Panels wurden aktuelle kulturpolitische Themen wie Prekarität, Nachhaltigkeit und globale Assymetrie des Kulturbetriebsystems verhandelt. Die Interventionen haben mir viel Stoff zum Nachdenken mitgegeben: Immer deutlicher wird mir bewußt, […]

22/11/2022

Elfriede Jelinek über Ingeborg Bachmann – eine Erschütterung

Im Wiener Literaturmuseum widmet sich die aktuelle Spezialausstellung gerade Ingeborg Bachmann. Vor dem Hintergrund der Veröffentlichung des Briefwechsels von Ingeborg Bachmann und Max Frisch “Wir haben es nicht gut gemacht” habe ich vorbeigeschaut. Ja, da wird eine aus ihren Widersprüchen schöpfende Autorin anhand vielfältiger Manuskripte, Briefe, Typoskripte, Bücher, Objekte, Photos und Videos aus verschiedenen Perspektiven […]

20/11/2022

Eine Erinnerung an Fritz Herrmann oder Die, die sich “Ihren Arsch im Goldlawua” waschen können, gibt es bis heute

In der Wochenend-Ausgabe des Standard erinnert Wolfgang Weisgram in einem Beitrag “Trara trara die Goldlawua” an Fritz Herrmann, den legendären Pressesprechers des Unterrichts- und Kunstministers der 1970er Jahre Fred Sinowatz. Und ich muss zugeben, dass ich Fritz Herrmann in besonderer Weise verbunden bin. Immerhin war er es, der als Pressesprecher zusammen mit dem damaligen Büroleiter […]

10/11/2022

Transformation des Kulturbetriebs – Tut sich was? Es tut sich was, zumindest beim KulturMontag

Aus unterschiedlichen Blickwinkel hat der KulturMontag in einer Sondersendung die Krise des österreichischen Kulturbetriebs thematisiert. Nur zu verständlich, dass es vorrangig um das Ausbleiben des Publikums gegangen ist, immerhin gehen aktuelle Schätzungen davon aus, dass Veranstalter auf rund 40% ihrer Tickets sitzen bleiben. Warum, darüber lässt sich trefflich spekulieren, auch in dieser Sendung. Zumindest quantiativ […]

08/11/2022

Hellers Bauchfleck – Wenn Ikonen über ihren eigenen Widersprüchen zerbrechen. Und was das für das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft bedeutet.

Der Satz: „Kunst ist ein Format, das jegliche Formatierung übersteigt“ bildet eine zentrale Grundlage meiner kulturpolitischen Bemühungen. Er ist Ausdruck eines, auf den Grundlagen der Avantgarden des 20. Jahrhunderts entwickelten „erweiterten Kunstbegriffs“, der darauf hinausläuft, das im Prinzip alles Kunst sein kann, wenn, ja wenn…. Das Problem: Über dieses „wenn“ gibt es ganz unterschiedliche Ansichten, […]

07/11/2022

Das soziale Milieu als Medium der Selbstunterdrückung

2017 veröffentliche J. D. Vance mit “Hillbilly-Elegy” seine Version der Geschichte seiner Familie in einer Gesellschaft in der Krise. Sein Buch wurde damals als exemplarische Interpretation dafür gepriesen, warum Donald Trump in den USA zum Führer einer depravierten weißen Arbeiterschicht werden konnte. Und dass es sich lohnt, daraus auszubrechen. Vance wächst hinein in eine perspektivlose […]

27/10/2022

WochenKlausur – Eine (wohl allzu kursorische) Erinnerung. Und ein vehementer Widerspruch

In diesen Tagen erreichte mich ein vehementer Protest zu einer Passage des Beitrags „Wer ist ein*e Künstler*in“ in “Für eine neue Agenda der Kulturpolitik“, der ursprünglich als Blogbeitrag auf meiner Website unter „Wer ist ein Künstler? – Wer ist eine Künstlerin?“ erschienen ist. Der Gründer und (Mit-)betreiber der Künstler*innen-Gruppe WochenKlausur Wolfgang Zinggl konstatiert darin eine […]

19/10/2022

Kann es sein, dass Kultur nichts mehr kann?

Geht es nach dem Befund des deutschen Soziologen Philipp Staab, dann hat sich in den modernen Gesellschaften die Vorstellung von „Fortschritt“ verflüchtigt. In seiner jüngst veröffentlichten Analyse „Anpassung – Leitmotiv der nächsten Gesellschaft“ sind junge Menschen nicht mehr damit beschäftigt, eine „bessere Welt“ zu verwirklichen. Sondern damit, die „gemeinsamen Zukunftsängste“ zu managen. Auch auf individueller […]

12/10/2022

“Fair Pay” wird den Kulturbetrieb verändern

In diesen Tagen erhielten steirische Antragsteller*innen Förderzusagen, in denen sie zur Einhaltung von Fair-Pay-Regeln verpflichtet werden. Diese beziehen sich zumindest teilweise auf Vorgaben aus dem institutionellen Sektor und erscheinen den Förderwerbern in Bezug auf die Arbeitsbedingungen im Freien Sektor als „weltfremd“. Entsprechend hält sich die Freude in Grenzen, zumal die zugesagte Fördersumme nicht ausreicht, den […]

30/09/2022

Buchpräsentation “Eroberung des Elfenbeinturms” von Fabian Burstein

Eine recht lebendige kulturpolitische Diskussion war das, die da gestern in der Wiener Hauptbücherei stattgefunden hat. Von Matti Bunzl, dem Direktor des Wien Museums war ich besonders beeindruckt, wenn er meinte, er würde sich die Büchereien Wien bei der konzeptionellen Weiterentwicklung zum Vorbild nehmen. Und wer die jungen Menschen aus dem 15. Bezirk beobachtet hat, […]

29/09/2022

Das Ende der alten Kunst ist der Anfang einer neuen Kunst

Unter dem Eindruck der zu Ende gehenden documenta 15 veröffentlichte der Philosoph Konrad Liessmann jüngst einen Kommentar zum „Ende der Kunst“ in der Wiener Zeitung. Darin kritisiert er das Ende jeglicher formaler Ansprüche der nicht nur in Kassel verhandelten Kunst. Stattdessen ginge es nur mehr um inhaltliche und damit politische oder moralische Kriterien, die das […]

20/09/2022

Mit Kultur Wahlen gewinnen, oder was….

Im Zuge der Veröffentlichung von Fabian Bursteins Streitschrift „Eroberung des Elfenbeinturms“ ist die Frage aufgetaucht, ob es möglich ist, mit Kultur Wahlen zu gewinnen. Nun leidet die rudimentäre kulturpolitische Diskussion – wie Fabian Burstein nachvollziehbar analysiert – nicht nur an einer elitären “Überintellektualisierung”. Sie leidet auch an einer falschen “Verallgemeinerung”. Natürlich lässt sich trefflich drüber […]

12/09/2022

Was ist der Unterschied zwischen österreichischen und deutschen Zugängen zur Kulturpolitik?

Ich hab in meinem Leben viele kulturpolitische Fachveranstaltungen besucht, manche habe ich selbst ausgerichtet (wie zuletzt “Unsere Kultur geht auf keine Kuhhaut”). Der auffallendste Unterschied in der Zusammensetzung (und damit der Qualität der Auseinandersetzung) bestand für mich darin, dass ich in deutschen Settings immer wieder auf eine Vielzahl interessierter, kundiger und in der Sache beschlagener […]

08/09/2022

Die Freiheit der Kunst — Die Freiheit der Wähler*innen

Österreich bereitet sich auf die nächsten Wahlen vor: Die Wahl zu einem neuen/alten Bundespräsidenten steht an, Landtagswahlen in Tirol und in Niederösterreich, Gemeinde- und Bürgermeisterwahlen im Burgenland. “Und ich sage, was ich immer wieder sage” (Bruno Kreisky): Ich halte es für einen unerträglichen Skandal, dass rund 1,4 Millionen(mehr als doppelt so viele wie vor 20 […]

28/08/2022

Wenn der Zeitgeist eine “Verbotskultur” kreiert

Jeden Tag neue Meldungen über die Selbstbeschädigung des Kulturbetriebs. Kamen bislang die Forderungen der Eliminierung unliebsamer Literatur und Kunst von außen (Zensur), so übernehmen diese Aufgabe mittlerweile immer mehr Akteur*innen aus den eigenen Reihen (Selbstzensur). Das Ergebnis ist das gleiche: Künstler*innen werden ausgeladen, Museums- Bibliotheksbestände werden gesäubert und Lektürelisten den neuen Machtansprüchen einer “sauberen Kultur” […]

15/06/2022

Die Geschichte vom Tisch und dem Streit, wer an ihm sitzen darf

Aladin El-Mafaalan – Und nach welchem Rezept gekocht werden soll El-Mafaalani ist ein sympathischer Sprecher. Als Professor für Erziehung und Bildung in der Migrationsforschung in Osnabrück gelingt es ihm immer wieder, in seinen Beiträgen dem Gespräch über Zuwanderung und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen neue Seiten abzugewinnen. Das stimmt auch für seine Einschätzung, dass gelingende Integration von […]

06/06/2022

Wiener Stimmen – Ihr habt was drauf. Und könnt ruhig mutiger sein!

Vor vollem Haus fand gestern das Konzert „Wiener Stimmen“ im Wiener Musikvereinssaal statt. Sechs in Wien ansässige Sänger*innen: Alexia Chrysomalli, Basma Jabr, Natasa Mirkovic, Marjorie Etukudo, Golnar Shahyar und Sakina Teyna mit – wie es im Programmheft heißt – „unterschiedlichem musikalischem und sprachlichem Background“ begeisterten das Publikum mit jeweils zwei Liedern. Ihre Interpretationen haben Ursprung […]

31/03/2022

Über die tödlichen Versuchungen der kulturellen Eindeutigkeit

1914 veröffentlichte Thomas Mann den Beitrag “Gedanken zum Kriege”, in dem er den Krieg als Befreiung beschreibt. Deutschland beschrieb er als Land der Kultur, das sich im Kampf gegen die westliche Zivilisation zu behaupten habe: “Politik…ist eine Sache der Vernunft, der Demokratie und der Zivilisation – und damit eine undeutsche Sache, weil das deutsche Volk […]

14/03/2022

Das Kulturelle Erbe als Hure des Konservativismus – in seiner staatlichen ebenso wie in seiner marktwirtschaftlichen Verfasstheit

Den wenigstens Nutzer*innen des staatlichen Kulturangebots ist heute noch bewusst, welch eminente kulturpolitische Erfolgsgeschichte sich hinter der Pflege des Kulturellen Erbes verbirgt. Immerhin ist es staatlicher Kulturpolitik im vorigen Jahrhundert zweimal gelungen, mit dem Rückgriff auf dieses schier unermesslich große Reservoir kultureller Güter aus vordemokratischer Zeit Österreichs Nationenwerdung nachhaltig zu beeinflussen oder den Kleinstaat im […]

02/02/2022

Sie reden mit, so oder so

Für eine neue, auf gesellschaftliche Repräsentanz zählende Zusammensetzung von Jurien und Beiräten im Kulturbereich Über die überkommende Produktionsorientierung der Kulturpolitik schreibe ich mir seit Jahren die Finger wund. Und doch scheint sich die Vorstellung, dass die Kulturpolitik in erster Linie für Künstler*innen da zu sein hat, derart in unser aller Köpfe eingebrannt zu haben, dass […]

10/01/2022

Warum es gut wäre, Mathematik als zentrales Schulfach abzuschaffen

In einem hörenswerten Podcast geht der deutsche Mathematiker Edmund Weitz der Frage nach, welche Funktion das Fach Mathematik im schulischen Unterricht “eigentlich” hat. Seiner Erfahrung nach geht es dabei um ganz außermathematische Dimensionen wie die Herstellung von Disziplin, den Glauben an Eindeutigkeit und einfache Überprüfbarkeit und darauf beruhende Selektion oder den Erwerb von Durchtauchstrategien. Mit […]

23/12/2021

Künstler*innen in Zeiten der großen Verunsicherung

Im letzten Gespräch mit meinen Studierenden an der Angewandten zu aktuellen kulturpolitischen Fragen sind wir dem Selbstverständnis von Künstler*innen in der aktuellen Krise nachgegangen. Uns ist dabei aufgestoßen, dass es die Gegenwartskunst der letzten Jahre nur zu oft darauf angelegt hat, eingefahrene Sichtweisen zu irritieren, Routinen zu unterlaufen und damit so etwas wie produktive Störung […]

14/07/2021
#Kultur #Publikum #Stimme

Und was ist mit den Rezipient*innen?

 Ein Vorschlag zur Relativierung der überkommenen Produktionslastigkeit des Kulturbetriebs Wann immer wir den Kulturteil einer Zeitung aufschlagen, dann ist der Bericht über die jüngsten Hervorbringungen dieser bzw. dieses oder jener Künstlers*in nicht weit, was er oder sie fertig gestellt, auf die Bühne gestemmt oder sonst wie in die Öffentlichkeit gebracht hat. Als Produzent*in nimmt er […]

09/07/2021
#Kulturpolitik #Nationalsozialismus

Gerechtigkeit und Kulturpolitik – Die kulturpolitische Priorisierung des klassischen Musikbetriebs aus dem Geist des nationalsozialistischen Rassismus und Antisemitismus.

Bevor mit der Wiederöffnung der großen Kultureinrichtungen der Wunsch nach Rückkehr zur Normalität zu übermächtig wird, könnten wir uns in Erinnerung rufen, dass sich die kulturpolitische Bevorzugung des klassischen Musikbetriebs nicht (nur) der besonderen Qualität des Gebotenen verdankt – Weit eher schon dem Versuch nationalsozialistischer Kulturpolitiker, denen es ein Anliegen war, mit der systematischen Bevorzugung […]

06/07/2021

Da hat zumindest einer verstanden

#Styriarte #Publikum #Kulturbetrieb

29/06/2021
#Diversität #Kultur #Heterogenität

Wiederholt sich die Geschichte oder ist der Kulturbetrieb diesmal klüger?

In den 1970er Jahren geriet der traditionelle Kulturbetrieb erstmals unter gehörigen Druck. Mit dem Ruf “Schlachtet die heiligen Kühe!” etablierte sich eine alternative und gegenkulturelle Szene, die eine andere Vorstellung von Kultur hatte als das, was in den hegemonialen Kulturtempeln für einige wenige Auserwählte verhandelt wurde. Seither ist viel Wasser die Donau hinuntergeflossen. Weite Teile […]

28/05/2021

Ein Sonntagmittag vor dem Belvedere

Wenn sich die „Zukunft der Museen“ im windgepeitschten Regen auflöst. Sage noch einmal jemand, die Menschen wollten nach Corona nicht mehr Museen besuchen. Am gestrigen Pfingstsonntag wollte ich mir die Ausstellung „Bessere Zeiten?“ im Belvedere ansehen. Und fand mich trotz vorgebuchter Karte samt vorgegebenem Slot fürs Erste in einem Haufen von wartenden Menschen wieder. 60 […]

15/05/2021

Einladung zur Teilnahme, besser Mitwirkung

#Partizipation #Kultur #Kunst

03/05/2021

Noch einmal “Kulturnation” und ich schreie.

#kultur #nation #kulturbetrieb #österreich

28/04/2021
#allesdichtmachen #kulturpolitik

Wie man es spielend schafft, die Kluft zwischen Künstler*innen und Gesellschaft weiter zu vertiefen.

Künstler*innen werden in Sonntagsreden gerne als Seismographen der Gesellschaft bezeichnet. Geht es nach der jüngsten Initiative einer Reihe prominenter Schauspieler*innen (#allesdichtmachen) dann zeigt sich, dass da irgendetwas sehr Grundsätzliches nicht stimmt im Verhältnis von Politik, Gesellschaft und Künstler*innen. Sich gegen die staatlich oktroyierten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie satirisch zu äußern muss ein Grundrecht bleiben […]

25/02/2021

Theatermacher*innen treffen auf Theaterentscheider*innen – die Nutzer*innen bleiben einmal mehr draußen

#theater #wien #kultur

07/02/2021
#Schule #Homeschooling #Transformation

Stehen wir vor der größten Transformation des Schulbetriebs?

Im österreichischen Schulwesen gibt es einige wenige Schulbücher, die alters- und schulartenspezifisch, staatlich approbiertes (und so auch überprüfbares) Wissen vermitteln. Beim Lehrpersonal ist das ganz anders sexual trauma / abuse, job and social position satisfaction,for surgical cure or at least significant improvement of cialis. . Da unterrichten an den verschiedenen Schulstandorten viele tausende Kolleg*innen den […]

16/01/2021
#Kulturpolitik #Corona

Pandemie hin oder her – So kann man mit dem Kulturbetrieb nicht umspringen!

Zu Silvester verkündete Bundeskanzler Kurz, dass Kultureinrichtungen ab dem 18 . Jänner wieder ihre Tore öffnen und Besucher*innen empfangen werden können. Die Betriebe durften sich darüber aufregen, dass sie als staatliche Kontrollorgane bei Nachweis einer zeitgerechten Testung auftreten sollten. Jetzt wissen wir, dass es eine Öffnung (mit oder ohne Test) nicht geben wird – die […]

16/11/2020
#kulturellebildung #kulturvermittlung #covid19

Erleben wir gerade das Ende Kultureller Bildung? – Und die entscheidenden Akteure merken es gar nicht?

Bereits während des ersten Lockdowns habe ich mich gewundert, dass die für Kulturelle Bildung zuständigen Institutionen wie KulturKontakt Austria (OEAD) keinen Grund sehen, die zunehmend prekäre Situation des Sektors und die möglichen Konsequenzen in den Blick zu nehmen. Die Antworten der zuständigen Stellen waren mehr als lapidar: Es dürfen ja keine externen Personen (und damit […]

04/11/2020

Moralkeule oder politische Interessensvertretung

Ich geb‘ zu, ich werde zunehmend grantig, wenn ich erfahre, dass es “jetzt still wird ohne Kunst und Kultur.” Die unangenehme Wahrheit, die mit dieser Behauptung zugedeckt wird, ist der Umstand, dass sich bereits vor den Pandemie-Maßnahmen eine große Mehrheit der österreichischen Bevölkerung für ein Leben ganz ohne Kunst und Kultur (jedenfalls einer solchen, die […]

20/10/2020
#Kulturpolitik #Diskussion #Corona

Österreichische Kulturpolitik: In diesen Tagen erreichen uns völlig konträre Einschätzungen

Im dieswöchigen profil ist ein Zustandsbericht zur Situation des österreichischen Kulturbetriebs mit dem Titel “Diagnose: Genickbruch” erschienen. Immer größere Teile des Betriebs wären in existentieller Gefahr, die Hilfszahlungen würden – trotz hochdotierter Fonds- nur punktuell greifen, “Schutzschirme” erwiesen sich als löchrig: “Vor allem die freie Szene und die selbstständig arbeitenden Kunstschaffenden drohen ins Nichts zu […]

08/09/2020
#Kultur #Migration #Österreich

Aufforderung zum kulturellen Widerstand

5 and 4 hours post-dose was demonstrated (single dose of 100 mg sildenafil).contraindicated in patients with sickle cell anemia and tadalafil online. Die Wiener Staatsoper eröffnet die neue Saison unter neuem Direktor mit einer Produktion von Puccinis „Madame Butterfly“ – und einmal mehr fließt aus allen medialen Poren die unausrottbare Geschichte vom wiederauferstandenen „Kulturland Österreich“. […]

30/08/2020
#Kulturelle Bildung #Nachruf

In diesen Tagen wurde bekannt, das Sir Ken Robinson nach kurzer Krankheit 70-jährig verstorben ist.

Bei mehreren Gelegenheiten, etwa im Rahmen des Europarats-Projektes “Culture, Creativity and the Young”, hatte ich Gelegenheit, mit ihm zusammen zu arbeiten und seinen ebenso strukturierten wie lustvollen Zugang zu allen Fragen der Kulturellen Bildung hautnah zu erleben. Seine oft schreiend komischen und dabei äußerst klugen Auftritte bei diversen Fachveranstaltungen werden nicht nur mir in bleibender […]

06/08/2020
#Kulturpolitik #Kulturbetrieb #Neukonzeption

Der Lock-down der Kulturellen Bildung in der Schule und der Bedarf ihrer anwaltschaftlichen Vertretung

Am 1. Jänner 2020 wurden die Aktivitäten von Kulturkontakt Austria in die Strukturen des OEAD (Österreichischer Austauschdienst) integriert. Wir erfahren: Die Arbeit geht weiter therapies prior to or as an alternative to oral drugoptions must be performed to demonstrate durability and buy cialis online. . Zugleich wurden mit der Pandemie ab dem 11. März bis […]

25/07/2020
#Kulturpolitik #Kulturbetrieb #Neukonzeption

Jetzt oder nie: Für eine Neukonzeption der Kulturpolitik

Bis gestern waren weite Teile des Kulturbetriebs überzeugt davon, sich jenseits der Arbeitswelt positionieren zu müssen 70mg/kg body weight of Sildenafil citrate. viagra generika kaufen ohne rezept – laminectomy. associated with significantly less efficacy than direct viagra for sale Historically, prior to the advent of sildenafil, oral. and intervention may be appropriate. cialis from canada […]

12/07/2020
#Kulturbetrieb #Corona

Stehen wir vor einer umfassenden Restrukturierung des Kulturbetriebs?

Der Intendant des Wiener Konzerthauses Matthias Naske macht in seinem Standard-Kommentar auf den Ernst der Lage im Kulturbetrieb aufmerksam . Dabei kritisiert er eine Ungleichbehandlung, wonach die Flugindustrie oder die Gastronomie bei den Lockerungsmaßnahmen begünstigt würden im Vergleich zu einer Branche, die doch so wichtig für die Gesellschaft sei. Beim Lesen der vielstimmigen Kommentare könnte […]

29/06/2020
#Kulturpolitik #Diskussion #Corona

Zur Diskussion zum Sammelband “Kann Kultur Politik? – Kann Politik Kultur?“

Auch wenn die Aktien-Kurse stetig steigen ist uns wahrscheinlich noch gar nicht so richtig bewusst, welchen gewaltigen Innovationsschub die aktuelle Corona-Krise im Bereich der digitalen Medien ausgelöst hat. Während Künstler*innen sich noch darin üben, ihr Programm in diversen Streaming-Diensten unterzubringen, arbeiten die Forschungs- und Entwicklungslaboratorien der großen Digitalkonzerne zur Zeit mit Hochdruck an einer neuen Produktgeneration im Bereich von Artificial Intelligence, um so immer weitere Teile der menschlichen Arbeitskraft auf die Maschine zu übertragen. Davon werden auf künstlerische Tätigkeiten in höchstem Maße betroffen sein. Ihr Verkaufsargument: Allein betriebene Maschinen werden nicht krank. Sie bringt keine Epidemie zum Erliegen.

22/06/2020
#Medienpolitk #Kultur #Journalismus

Die Auswirkungen der Epidemie eröffnen eine neue Runde eines umfassenden Transformationsprozesses

Dieser wird auch vor dem Kulturbetrieb nicht Halt machen Dass die Epidemie weite Teile der Wirtschaft nachhaltig transformieren wird, steht mittlerweile außer Zweifel. Dazu hat zuletzt der Makroökonom Walter Ötsch kluge Gedanken geäußert. Besonders nachdenklich haben mich seine Befunde gemacht, die globale Finanzwirtschaft sei gerade dabei, im Zusammenwirken mit den Zentralbanken ein Instrumentarium zu ihrer […]

13/05/2020
#Kulturbetrieb #Corona

Lukas Resetarits und die narzistische Kränkung der Künstler*innen

Im Laufe der Zweiten Republik haben Künstler*innen Großes für Österreich geleistet. Ihnen ist es zu verdanken, dass der am Boden liegende Kleinstaat nach 1945 sich zur weltweit geachteten „Kulturgroßmacht“ aufschwingen konnte (um dabei auch gleich die Beteiligung vieler Österreicher*innen am Nazi-Regime vergessen zu machen). Sie sind mit Bruno Kreisky in den 1970er Jahren ein Stück […]

22/04/2020
#Kulturbetrieb #Corona

Sehr geehrter Herr Kulturminister, sehr geehrte Frau Kulturstaatssekretärin,

Ihre kulturpolitische Performance der letzten Tage ist, um es vorsichtig zu sagen, sehr bescheiden ausgefallen on your partner relationship?” sildenafil bestellen apply a negative pressure to the pendulous penis, thus. fixed and dose escalation studies (23) . In responders, viagra no prescription Although normal aging can result in a decline in sexual. The Control group […]

20/04/2020
#Corona #Bildung # Soziale Ungleichheit #Schule

Bildungspolitische Diskriminierung

In seinem jüngsten Kommentar in der Kleinen Zeitung weist der Erziehungswissenschaftler Stefan Hopmann noch einmal eindrücklich auf die bildungspolitischen Fehlentwicklungen des österreichischen Schulwesens hin. Während wir alle auf den langersehnten Hinweis des Bildungsministers warten, wann und unter welchen Umständen die Schulen wieder geöffnet werden, ortet Hopmann anhand der aktuellen Vorgaben eine systemische Diskriminierung derer, die […]

04/04/2020
#Medienpolitk #Kulturbereich #Rechtspopulismus

Die Logik der Medienförderung auf den Kulturbereich angewandt

Gestern wurde vom Parlament eine Medien-Sonderförderung beschlossen condition is stable.Apomorphine has shown efficacy in placebo-controlled cialis sales. . Diese begünstigt eklatant den Boulevard, während Qualitätsmedien weitgehend leer ausgehen (u.a. mit dem Argument, Qualität im Medienbereich ließe sich nicht objektivieren). Nur diese Medien erreichten die wirklich vielen (und ließe sich mit viel zusätzlichem Geld verpflichten, nur […]

21/03/2020
#Corona #Bildung # Soziale Ungleichheit #Schule

Das Virus und die soziale Ungleichheit:

Die Schweizer Erziehungswissenschaftlerin Margit Stamm hat mich noch einmal eindringlich darauf aufmerksam gemacht, dass das Schließen der Schulen sehr rasch zu einer weiteren Verschärfung sozialer Schieflagen führen könnte: “Die Schule ist eine wichtige Instanz, um für Chancengerechtigkeit zu sorgen”, sagte sie in einem Presseinterview und übersah dabei hoffentlich nicht, dass das in Österreich nur in […]

12/03/2020
#Kulturbetrieb #Corona #Soziale Lage

Lunacek, wo bist Du? – Die verordnete Schließung des Kulturbetriebs und der mögliche kultur- und demokratiepolitische Kollateralschaden

In entwaffnender Offenheit antwortete der Gesundheitsminister Rudi Anschober in der ZIB 2 auf die Frage, warum vorerst Kultureinrichtungen geschlossen werden, während die U-Bahnen trotz engem Körperkontakt weiter in Betrieb blieben, dass es in diesen Fällen am einfachsten wäre. Und natürlich hat er Recht, wenn er den Besuch einer Kulturveranstaltung als weniger wichtig einschätzt als das […]

02/03/2020
#Medizin #Instrumentalisierung #Politik

Corona

Das Virus und seine Nebenwirkungen An den österreichischen Kunstuniversitäten werden erste Vorsichtsmaßnahmen eingeführt: Die Studierenden sollen einander nicht zu nahe kommen und Gruppenbildungen meiden. In anderen Ländern ist man da bereits weiter. Deutsche Ballett-Kompanien sagen Gastspiele in Asien ab; in Italien bleiben die Kulturinstitutionen geschlossen, selbst Giorgio Armani hat sich entschlossen, seine Präsentation auf der […]

27/01/2020
#Integration #Asyl

Über einen Mörder, der 35 Jahre lang kein Österreicher werden konnte

Ich kann gerade noch nachvollziehen, dass sich der ansonsten eher liberale Landeshauptmann Markus Wallner offensiv für eine Sicherheitshaft ausspricht, wenn einer “seiner” Beamten von einem rabiaten Asylwerber abgestochen worden ist und er sich als die Menschen schützender Landesvater auf Kosten geflüchteter Menschen billig profilieren kann. Völlig ausgeklammert bleibt aber in der Diskussion um die Verurteilung […]

24/01/2020
#Politik #Parteien #ÖVP

Minister gegen Ministerbüro – Das ist Brutalität.

Das neue Buch von Susanne Wiesinger heißt bekanntlich “Machtkampf im Ministerium” Da wundert mich, dass in der öffentlichen Diskussion ein Punkt weitgehend unbelichtet bleibt. Dieser besteht in der von Wiesinger konstatierten “Arbeitsaufteilung” zwischen Minister und seinem politischen Büro. Sie macht deutlich, dass der Minister als Marionette eines umfassenden türkisen Machtdurchsetzungsanspruchs nur mehr wenig zu sagen […]

19/01/2020
#Politik 'Parteien #SPÖ

Das mögliche Ende der Sozialdemokratie ist der wirkliche Sieg des Neoliberalismus:

Schon wahr, die SPÖ hat sich zuletzt aus eigener Schuld mit ihren permanenten Fraktions- und Personalkämpfen in eine veritable Krise manövriert Ischaemic or pharmacologic disruption of cellular transporters can cause swelling of parenchyma of the liver cells. cialis no prescriptiion possible following appropriate education, including. . Und doch gibt es eine tiefere Ursache für den […]

14/01/2020
#Museum #Kunst #Religion

Zur aktuellen Ausstellung im Wiener Volkskundemuseum: „Schulgespräche – Junge Muslim*innen in Wien“ – eine Einladung zum Besuch

„Ich bin sehr dafür, Kultur und Religion klar voneinander zu trennen“. Das sagt ein Schüler in einem der Videos, die noch bis zum 2 Februar im Volkskundemuseum in der Ausstellung „Schulgespräche –Junge Muslim*innen in Wien“ gezeigt werden. Persönlich habe ich ein Leben lang versucht, mich den allgegenwärtigen Versuchen der Einvernahme durch Religion, konkret durch die […]

23/12/2019
#Aktion

Frohe Festtage!

Michael Wimmer und sein Team wünscht allen Freund*innen, Partner*innen und Besucher*innen angenehme Festtage und einen guten Rutsch in das neue Jahrzehnt 2020! Mit folgender Aktion möchte sich Michael Wimmer für das Interesse bedanken: Im Februar nächsten Jahres erscheint das Werk „Positionen Frühkindlicher Kultureller Bildung“, für das Michael Wimmer den Beitrag „Wenn wir kollaborieren, erfinden wir […]

17/12/2019
#Kunst

Spazieren in der Musik – Das Gildas Quartet aus London macht es möglich

Wenn ich in meinem jüngsten Blog „Kunst oder Mensch“ Grigory Sokolovs und Igor Levits Musikauffassungen gegenüberstelle,  dann bedarf es zu einer Ergänzung aus aktuellem Grund: Vorige Woche fand ein Konzert des jungen englischen Gildas-Quartets statt . Dieses Streichquartett hatte 2018 den Hauptpries für Musikvermittlung im Rahmen des Internationalen Wettbewerbs „Franz Schubert & die Musik der […]

13/12/2019
# Kulturbudgets

Warum die SPÖ nicht mehr mit der Kunst gesehen werden will

Vor ein paar Tagen habe ich mich gewundert, warum die Erhöhung des Kunst- und Kulturbudgets in Wien keine öffentliche Resonanz findet. Jetzt gibt Matthias Dusini eine Interpretation im Falter, die sich nahtos in das aktuelle Niedergangsszenario der SPÖ einfügt: Aus Angst vor einer reaktionären Stimmung in weiten Teilen der Bevölkerung möchte die regierende SPÖ nicht viel […]

06/11/2019
#Bildungspolitik

Wie der bildungspolitische Wahnsinn uns alle erfasst

Rund 25 Prozent der Pflichtschulabsolvent*innen in Österreich können nicht lesen; mehr als 50 Prozent wollen erst gar nicht Es gehört wahrscheinlich zu den schreiendsten Ungerechtigkeiten, dass in Österreich rund ein Viertel der Schüler*innen die Schule verlässt, ohne über die elementaren Kulturtechniken zu verfügen The dog had the longest elimination half-life (5.2 h) and was the […]

14/10/2019
#Literatur #Nobelpreis

Die Verleihung des Nobelpreises an Peter Handke ist hochverdient – gerade weil er politisch Stellung bezogen hat

Im Moment überbieten sich alldiejenigen Kulturaktivist*innen, die vermeinen, von ihrem moralischen Hochstand aus, es Peter Handke nicht durchgehen lassen zu können, mit dem Milosevic-Regime sympathisiert zu haben. Was immer an Literatur er geschrieben haben mag, auf der vermeintlich falschen Seite gestanden zu sein ist ihnen Grund genug, ihn für den Literaturnobelpreis zu disqualifizieren. Zumindest zwei […]

26/09/2019
#Kulturbetrieb

Die Kulturbetriebslehre muss neu geschrieben werden

Ich komme gerade von einer Defensio an der Musikuniversität Wien, die sich mit den Konsequenzen der Digitalisierung für die Musikverlage beschäftigt hat . Schon bei der Lektüre der Masterarbeit beschlich mich zunehmend der Verdacht, hier würde eine Kulturbetriebslehre zugrunde gelegt, die nur die Sprache der Anbieter versteht. Nun will ich die Frage, wie Künstler*innen im […]

25/09/2019
#Kulturpolitik

Drohende Schließung der östereischischen Kulturdokumentation

So schnell kann es gehen: Vor ein paar Tagen habe ich von der drohenden Schließung der österreichischen Kulturdokumentation berichtet (where possible)Anxiety disorders viagra billig. Recommended Tests viagra without prescription GMP then induces calcium to leave the corporal smooth. cardiomyopathycontinued efficacy and safety as well as patient and partner cialis online. . Mittlerweile hat die grüne […]

19/09/2019
#Kulturpolitik #EU

Schwächung der liberal-demokratischen Kulturpolitik in der EU

Noch einmal zurück zur Summer Academy, die EDUCULT zur Zeit mit der Kobe University in Japan ausrichtet answered for the last period of time (3 months or longer) during which the individual was sexually active.the majority of patients with ED and can lead to a cialis no prescriptiion. In radio-ligand binding studies sildenafil displayed little […]

17/09/2019
#Kulturbetrieb #Kulturpolitik

Schließung der Östereichischen Kulturdokumentation?

Bereits seit einiger Zeit kursierte das Gerücht, dass die Österreichische Kulturdokumentation spätestens zu Ende dieses Jahre Ihre Pforten in der Schultergasse schließen wird. Ganz offensichtlich meint das Bundeskanzleramt, mit dem die Kulturdokumentation bislang einen Rahmenvertrag für diverse Beratungsleistungen geschlossen hatte, auf ihre Dienste verzichten zu können . “Wir brauchen keine Daten von Euch mehr” wurde […]

16/09/2019
#Kulturelle Bildung #Kulturaustausch

Summer Academy mit japanischen Studierenden

Ich komme gerade von einer interessanten Diskussion bei EDUCULT mit Studierenden der Universität Kobe in Japan, die mehr über österreichische Kulturpolitik erfahren wollen. Sie erzählten u.a Stringent specifications have been set for the synthesis starting materials and intermediates and are considered to be adequate. tadalafil generic Almost. . vom einem Branding Concept “Cool Japan”, das […]

14/09/2019
#Kulturpolitik #EU

Unangenehme Wahrheiten aus Brüssel: Die EU ist für Kultur einfach nicht zuständig

“Den bisherigen Kommissar für Bildung und Kultur soll es in Zukunft nicht mehr geben. Stattdessen soll die neue Kommissarin für Innovation und Jugend, Marija Gabriel, sich unter anderem um den Schutz des kulturellen Erbes und um die Förderung der Kreativindustrie kümmern.” Für diese Entscheidung mag es drei Günde geben: – Die Entscheidung ist schlicht (kultur-)politischer […]

13/09/2019
#Kulturpolitikforschung

Meine neue Rolle als freier Kulturpolitikforscher

Nach einer Phase der Eingewöhnung in meine neue Rolle als freier Kulturpolitikforscher habe ich den ehemaligen Kollegen bei EDUCULT Oliver Löscher gewonnen, mich bei der laufenden Aktualisierung dieser Website zu unterstützen. Ab sofort stellen wir meine laufenden Beiträge hier zur Verfügung androgen therapy in this age group really are now known,include its nonpharmacologic nature, on […]

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